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Klöppeln

 


Haben Sie sie auch schon bewundert, die Klöpplerinnen, die ihre Klöppelhölzchen scheinbar durcheinander werfen und dabei feine Spitzen und kein „Gnusch“ produzieren?

Für diese Klöpplerinnen bedeutet das Klöppeln Entspannung, Freude am Kunsthandwerk und Freizeit. Das Anfertigen und Schmücken von Gebrauchsgegenständen ist meist nicht ihr Ziel, vielmehr die Beschäftigung mit dem traditionellen Kunsthandwerk.

Dies war nicht immer so. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts, wo bei uns Hungersnöte und Armut herrschten, versuchte in ländlichen Gegenden die weibliche Bevölkerung mit Klöppeln das karge Einkommen aufzubessern. Meist wurde ihnen Material und Muster vom „Fergger“ zur Verfügung gestellt. Je nach Nachfrage mussten innert kurzer Zeit Spitzen und Restmaterial abgeliefert werden. Die kärgliche Entschädigung richtete sich nach Qualität, Sauberkeit und Menge der abgelieferten Spitze. Vielerorts war es auch eine Beschäftigung während den langen Winterabenden, beim spärlichen Licht der Petroleumlampen. Konnten Spitzen an Touristen verkauft werden, war mit einem grösseren Erlös zu rechnen.

Früher wie heute ist das Klöppeln äusserst zeitaufwändig. Aufwand und Ertrag stehen in keinem Verhältnis. Warum übt es trotzdem eine solche Faszination aus? Man spricht sogar vom Klöppelvirus, der einen befällt! Sind es die unzähligen Muster, welche Zeugnis der jeweiligen Mode früherer Jahrhunderte abgeben oder die politischen und sozialen Schicksale die damit verbunden sind oder die Herausforderung der verschiedensten Techniken, obwohl sich das Handwerkzeug seit Aufkommen des Klöppelns kaum verändert hat? Sind es die Möglichkeiten, mit dem Klöppeln Heutiges zu schaffen?

Moderne, zeitgemässe Spitze wird heute nicht nur von Textilkünstlerinnen angefertigt. Viele Klöpplerinnen eigneten sich durch den Klöppelboom der letzten Jahrzehnte und dem damit verbundenen Weiterbildungsangebot grosses Wissen und Können an. Mit neuen Materialien, Farben und Formen geben sie der Spitze des 21. Jahrhunderts ein eigenes Gesicht.


 

Datum

Dienstag 7. September – Freitag 10. September 2010

Leitung

Ruth Bühlmann aus Hochdorf ist ausgebildete Klöppellehrerin. Sie besitzt ein eigenes Atelier und erteilt Kurse im In- und Ausland. Sie ist Ausbildnerin von Klöppelkursleiterinnen.

Kursinhalt

Im Ferien Klöppelkurs sind Einsteigerinnen, Anfängerinnen und erfahrene Klöpplerinnen willkommen.
Je nach Wunsch und Können besteht die Möglichkeit, die Technik der traditionellen oder zeitgemässen Spitze zu lernen.
Vor Kursbeginn nimmt die Kursleiterin mit den Teilnehmerinnen Kontakt auf, macht Vorschläge und bespricht das persönliche Programm.
Einsteigerinnen können gegen eine Gebühr das Klöppelmaterial ausleihen.

Mitbringen

Klöppelmaterial, Schreibzeug

Materialkosten

Neueinsteigerinnen (und nur diese) können sämtliches Klöppelmaterial für eine Gebühr von Fr. 50.- leihen.

Teilnehmerzahl

max. 12 Personen

Kurszeit

5 Stunden pro Tag

Kursbeginn
Kursende

Dienstag um 13:00 Uhr mit Suppen-Zmittag
Freitag um 16:00 Uhr

Im Kursgeld
inbegriffen

Dienstag einfaches Suppen-Zmittag, Abendessen
Mittwoch und Donnerstag Vollpension
Freitag Frühstück und Mittagessen
Tee und Früchte im Seminarraum
Kursleiterhonorar

Kursgeld

Fr. 810.-
Einzelzimmer-Zuschlag: Fr. 45.- (nur beschränkt erhältlich)

 


Information

Kursprogramm bestellen und/oder Anmeldung zu Kurs

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Last Update: 22.11.2009