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Gitschener Post - Herbst 2001
Nr. 9 / Herbst 2001 / Winter 2002
Editorial
Liebe Freunde von
Gitschenen,
warum wohl wird auf Gitschenen so zahlreich geheiratet? Ohne einen ausgebildeten Psychologen konsultiert zu haben, wage ich zu behaupten, dass dies auf die fantastische, mächtige Berglandschaft, die mystische Stimmung auf der Alp, das sich am richtigen Ort befindliche, gemütliche Gasthaus sowie neuerdings auch auf die zu einem Hochzeit einladende Bergkapelle zurückzuführen sein dürfte. Im Laufe der letzten 40 Jahre haben meines
Wissens über 25 Brautpaare auf Gitschenen das Fest ihres Lebens gefeiert. Dieses Jahr ist die Saison mit dem
Ja-Wort eines Gitschener Brautpaares beendet worden. Wir wünschen den jungen Eheleuten von ganzem Herzen alles Gute für ihre gemeinsame Zukunft.
Trotz dem Faktum, dass ein grosser Prozentsatz aller Ehen früher oder später in die Brüche geht, haben alle hier auf Gitschenen geschlossenen Ehen bis heute gehalten. Ich meine, diese äusserst bemerkenswerte Tatsache rechtfertigt, dass wir jetzt einmal einen grossen Teil der Gitschener Post dem Thema „Hochzeit auf Gitschenen“ widmen.
Für etwas Abwechslung ist aber auch gesorgt. Die Zeitung enthält zusätzlich noch ein paar andere, interessante Artikel. Da wäre zum Beispiel der spannende Bericht über eine Gitschenerin, welche in Südamerika sesshaft
geworden ist oder der interessante Lebenslauf des Gitschener-Isenthalers Gusti Bissig, welcher leider im letzten Sommer verstorben ist. Selbstverständlich haben wir auch dieses Mal wieder einen Grossen Wettbewerb im
Innern der Zeitung.
Viel
Spass beim Lesen und mit freundlichen, alpinen Grüssen
Leserpost / Post von Internetten
Sometimes I visit your Gitschenen page. Unfortunately I can not read your language but I always enjoy those beautiful pictures!
A. K, Ikoma, Japan
Ich habe heute (26.6.) von Gitschenen aus den Oberalper Grat gemacht.
Vielleicht interessiert Sie mein Tourenbericht: http://www.romankoch.ch/touren/oberalpergrat.htm
Freundliche Grüsse
R. K.
Es ist ein echter Genuss sich in Eurer Postille zu vertiefen. Ein gutes Beispiel, anstatt sich im Schneckenhaus zu verbergen, auf ein Wunder hoffend, offensiv zu werden: das Leben selbst in die Hand nehmen, etwas bewegen. Ganz einfach, aber tun muss man es. Grund genug wieder einmal die herrliche Gegend zu erwandern.
Schliesslich sind wir ja so zu sagen Nachbarn, getrennt allerdings durch die Sinsgauer-Schonegg. Wir hoffen diesen
Entschluss, in den nächsten Wochen zu verwirklichen.
Mit „nachbarlichen“ Grüssen aus Oberrickenbach
Familie B., Oberrickenbach
Gerade eben bin ich beim Surfen auf Ihre Homepage gestossen. Herzliche Gratulation! Besonders die Navigation und die Bilder beeindrucken. Da erinnere ich mich doch gerne an all die Wochen, die ich im Kneiwies verbracht habe...
M. G.
Alpenmode in Saltlake City
Die Produkte der Alpenmode, made in Uri, sind inzwischen weit herum bekannt geworden. Sie werden von nah und fern gekauft, auch jenseits der Schweizer Grenze. Die bis jetzt grösste Distanz wird nächstes Jahr eine Klei-derlieferung in die USA zurück legen, nach Saltlake City. Das Personal des Swiss House an der Winter
Olympiade 2002 wird in Alpenmode Kleidern seine Gäste bedienen.
Gusti Bissig – liebenswerter Bergbauer
Gusti Bissig
wurde am 7. Mai 1928 den Eltern Katharina und Wendelin Bissig-Arnold
geschenkt, damals wohnhaft im Horlachen (bei der heutigen Mittelstation
der Luftseilbahn). Als viertes von neun Kindern erlebte er eine einfache,
aber fröhliche Jugendzeit. Nach der Primarschule besuchte er noch die
Winterfortbildungsschule.
Seit dann arbeitete Gusti überall wo Not am Mann war. Bei Onkel Anton in
der Rüti besorgte er das Vieh. Holzen war im winterlichen Bergwald eine
seiner strengen Beschäftigungen.
Seit seiner Mitrailleur RS im Tessin hatte Gusti Freude am Schiessen. So
verbrachte er auch viele gesellige Stunden im Schützenstand.
Von 1942 bis 1992 war Gusti zusammen mit seinem Bruder Remigi jeweils
Alphirt im Dienste der Viehzuchtgenossenschaft Luzern-Emmen auf der Alp
Sulztal. Zu dieser Beschäftigung gehörte unter anderem das Aufstellen
und Ablegen von ca. 10 Km Zäunen, das Betreuen und Züchten des Viehs
sowie das Wildheuen.
Gusti hatte sein Leben lang eine ausgesprochene Willenskraft, gepaart mit
einem intensiven Mass an Pioniergeist. So war Gusti eine der treibenden
Kräfte beim schwierigen Erstellen eines Transportseils vom Horlachen ins
Schwändi-Loch in den Jahren 1947 – 1948. Dazu kam auch der erste
Benzinmotor (Bernhard Motor) auf den Betrieb der Bissigs. Mit dieser
Transportanlage wurde in den folgenden Jahren viel Holz ins Tal
befördert. Sie war dann auch eine unentbehrliche Hilfe zum Erstellen der
heutigen Seilbahn nach Gitschenen.
Im Lawinenwinter 1954 verschob eine Staublawine das alte Horlacher Haus.
Gusti hatte Böses geahnt und besorgte sich am Vorabend ein Paar Ski und
eine Laterne neben sein Bett. Als er das Donnern der Lawine hörte, konnte
er sich deshalb zu Onkel Domini auf die Egg retten. Nach diesem
Schreckensereignis musste an einen Neubau gedacht werden. Mit Hilfe der
eigenen Feldsäge bewies Gusti sein handwerkliches Geschick beim Bau des
neuen Hauses.
In den Jahren 1964 – 1966 wurde mit der Hilfe von Gusti der Alpstall im
Sulztal neu gebaut und in seinen letzten Jahren war Gusti Präsident der
Wasserversorgung Gitschenen.
Als Gusti am 11. August 2001 mit seiner Lieblingsarbeit Mähen
beschäftigt war, ereilte ihn auf der Wiese plötzlich der Tod.
Allen, die ihn gekannt haben, wird Gusti Bissig als DER bescheidene,
arbeitsame und liebenswerte Bergbauer in bester Erinnerung bleiben. |
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Von Lisbeth Amschwand-Burch, Kerns
Marietta Aschwanden – Porträt einer mehr oder weniger ausgewanderten Gitschenerin
Marietta Aschwanden wurde 1964 auf Gitschenen geboren und wuchs hier auf. Nach der Ausbildung zur Gärtnerin und dem Abschluss der Bäuerinnenschule arbeitete sie als Aupair in England und Spanien. Darauf war sie als bäuerliche Familienhelferin tätig. Ihre Hobbys sind Lesen und Pflanzen. Ihre erste Lateinamerika Erfahrung
machte sie 1994 als Begleiterin der aus dem Exil zurückgekehrten Flüchtlinge in Guatemala. Darauf folgte ein weiterer Kurzeinsatz als Menschenrechtsbeobachterin in Chiapas (Mexiko). Danach folgte ein längeres Engagement mit einer Missionsgesellschaft in Kolumbien. Im November 1999 reiste sie im Auftrag der Bethlehem-Mission
Immensee und von Interteam Luzern nach Kolumbien aus. Ihren Einsatz tätigt sie im Südwesten von Kolumbien im
Departement Narinio. Drei lokale Fachkräfte arbeiten seit längerer Zeit als Pastoralteam mit den Awá Indianern
zusammen. Das Team arbeitet vor allem an der Förderung der lokalen Sprache, der Aufarbeitung ihrer Geschichte und Alphabetisierungskursen für Erwachsene.
Marietta Aschwanden schreibt zu ihrer jetzigen Tätigkeit: Mein Arbeitsort ist die Gemeinde Calvi im Reservat Gran-Rosario in der Küstenzone. Die Awá leben in Streusiedlungen. Zu meiner Aufgabe gehört die Förderung von Fruchtbäumen durch Aussaat und Pflanzungen sowie das Anlegen von Hausgärten. Mit den Kindern habe ich einen Schulgarten gemacht. In einer anderen Gemeinde innerhalb des Reservats hätte ich gerne einen weiteren Schulgarten angelegt. Das habe ich auch getan. Kaum war ich aber wieder weg, wurden die Koka Kulturen des betreffenden Ortes von Helikoptern mit Glifosfat besprüht. Diese aggressive Vergiftungsaktion vernichtete nicht nur die Kokakulturen und alle übrigen Pflanzen, sondern verseuchte auch das Grundwasser und tötete die Haustiere. |
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Polterabend
Das Polterfest ist älter als unsere christlichen Hochzeitszeremonien. Von alters her glaubte man, mit dem Lärm von zerbrechenden Töpfen und Pfannen, Kannen und Krügen die bösen Geister vom kommenden, gemeinsamen Lebensweg der Neuvermählten fortzuscheuchen.
Das Rote Ei
Beilage zum Kurs „Filigranes aus Gold- und Silberdraht“, Trudy Ziegler, 20. bis 24. Mai 2002
Freundschafts- und Liebesgaben sind Zeugnisse der Kunst von alten Bräuchen. Sie wurden den Liebenden bei Verlobung, Hochzeit, Geburt oder bei den ersten Herzensregungen überreicht. Während der Freundschaftszeit schenkten sich Burschen und Mädchen gegenseitig kleine Gaben wie bunt bemalte, ausgeschmückte Döschen und Spanschächtelchen, zum Aufbewahren von Ringen und kleinen Schmuckstücken sowie bestickte Taschen- und Halstücher. Auch reichverzierte, mit Sprüchen bemalte Oster- und Stopfeier oder kleine Gegenstände, die in Haus und Hof Gebrauch fanden, waren sehr beliebt.
Besonders das Rote Ei hatte eine starke Bedeutung. Rot ist die Farbe des Lebensglücks, der Hoffnung, der Liebe, der Leidenschaft und der Fruchtbarkeit, aber auch das Symbol des Schutzes, der Abwehr und der Sonnenkraft. Rot ist eine uralte Kult- und Opferfarbe des Blutes. Zur Osterzeit wurde das rote, zum Teil mit Sprüchen und
Blumen reich verzierte Ei unter Mädchen und Burschen als Zeichen der Freundschaft, Zuneigung und Liebe
verschenkt. |
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„Bildstöckli“ beim Rundweg Gitschenen
Der Deutsche Priester und Schriftsteller Heinrich Hansjakob (1837-1916) bemerkte einmal: „Es gibt nichts
Sinnigeres an Landstrassen und Wegen als einen richtigen Wegweiser oder ein
Bildstöcklein. Der Erstere zeigt die Richtung in der Zeit und das Letztere mahnt an den Weg in die Ewigkeit“.
Seit diesem Sommer säumt ein Bildstöcklein den Rundweg. Es zeigt den Bruder Klaus, der Schutzpatron unserer Region. Es wurde von Josef Stadler aus Attinghausen geschnitzt und gestiftet. Der Isenthaler Pfarrer Isidor
Truttmann hat es im Herbst 2001 gesegnet.
Im Namen aller Gitschener und Wanderer auf dem Rundweg danken wir Herrn Stadler für seine Gabe. |
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Hochzeiten auf Gitschenen
Vom Vergnügen, auf der Alp ein Familiengründungs-Fest durchzuführen
Mit etwas Stolz dürfen wir feststellen, dass sämtliche Hochzeitsgesellschaften, welche im Gasthaus Gitschenen ein Hochzeitsfest durchführten und welche auf unsere Umfrage geantwortet haben, das vom Gitschener Team Gebotene mit lauter Superlativen eingedeckt haben. Alle wiesen auf die freundliche Bedienung, die liebevolle Dekoration des Festsaals sowie auf die vorzüglichen kulinarischen Köstlichkeiten hin.
Gerne veröffentlichen wir hier die uns zur Verfügung gestellten Bilder und Kommentare.
24. April 1961: Emmi & Georg Gisler-Bissig
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Diese Hochzeit zählt zu den ersten, welche in Gitschenen gefeiert wurden. Die Braut stammt aus Gitschenen, der Bräutigam aus dem Isenthal.
Das junge Paar beim Chilbitanz. |
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6. Mai 1978: Rosmarie & Walter Wipfli-Bissig
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Die Isentaler Braut und der Seedorfer Bräutigam sowie die Teilnehmer am Hochzeitsfest fuhren noch mit der früheren Seilbahn zum grandiosen Ereignis nach Gitschenen. Die damalige Braut gehört zum Gitschener-Team und hat inzwischen ihrerseits diverse andere Brautpaare mit ihren Kochkünsten
verwöhnt. |
10. Juni 1978: Bernadette & Felix Renner-Aschwanden
Braut und Bräutigam sind verwurzelt mit der Gegend: Die Braut stammt von Gitschenen, der Bräutigam aus
Andermatt. Das Paar heiratete unten in der Kapelle St. Jakob (die Kapelle Gitschenen war noch nicht gebaut). Vor der Kirchenfeier konnte ein grosser Teil der Hochzeitsgesellschaft vorerst nicht zur Kapelle runter fahren, weil die Seilbahn wegen Blitzschlaggefahr für einige Zeit ausser Betrieb bleiben musste. Schliesslich „durfte“ dann aber doch geheiratet werden.
Das Bild zeigt die Braut mit ihrem Vater beim Hochzeitsfest währenddem der Bräutigam von Kollegen entführt worden war. |
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24. Oktober 1992: Brigitte & Jürg Meister-Goth
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Am 1. August 1991, zur 700-Jahrfeier, entdeckte das Brautpaar Gitschenen. Im Oktober 1992 feierte es dort eine Superhochzeit. Seither kommt es immer wieder mit Begeisterung hierher. |
6. November 1993: Eva & Andreas Schmid-Gisler
Die Hochzeitsfeier sollte kulinarisch durch jene Kantone führen, in welchen die Brautleute aufgewachsen waren. Es mussten die Kantone Uri, Wallis und Zug vertreten sein. Das Brautpaar legte grossen Wert auf gute
Organisation und natürliche Qualität. So wurde das Walliserbrot und der Walliserwein aus dem Heimatkanton des
Bräutigams bestellt. Beides musste vom Besten sein!!! Der Brautvater durfte aus Zug die Zuger Kirschtorte mitbringen.
Die Hochzeitsgesellschaft traf gegen Abend in Gitschenen ein. Alle waren in festliche Trachten gekleidet - die Stimmung war super. Der Brautvater übergab der Wirtin die Hochzeitstorten, in einem Plastiksack verpackt, direkt bei der Ankunft im Gasthaus ab. Da die Wirtin mit den ankommenden Gästen beschäftigt war, stellte sie die
Torten für den Moment hinter der Küche ins Freie. Doch keine 10 Minuten waren vergangen, da waren die Torten weg! Da die Walliser Gäste so guter Laune und zu unmöglichem Schalk aufgelegt waren, sprach die Wirtin die Gäste an, ob sie eventuell die Torten versteckt haben. Diese lachten und sagten ja, ja, nei, nei, ja, ja. Die
Hochzeitsfeier begann. Immer wieder fragte die Wirtin die Walliser Kollegen des Bräutigams: „Wo sind die Torten“??? Als es Zeit war, die Torten aufzutischen, wurde klar, dass diese tatsächlich verschwunden waren. Mit
Taschenlampen suchte man um das Haus im Schnee herum. Nichts!!! Für die Wirtin war dies eine unmögliche Situation, denn gerade diese Hochzeitsgesellschaft hatte doch eine perfekte Organisation gewünscht. In den frühen
Morgenstunden klang die Hochzeit aus. Die Walliser-Kollegen-Gäste wollten nicht ins Bett gehen und halfen dem Nachbarn im Stall. Als der neue Tag anbrach, entdeckten das Wirtepaar und ein paar Gäste die Verpackung (Plastiksack) der Torten beim Nachbarn im Land liegend. Die Hochzeitstorten waren allerdings nicht mehr
wiederzuerkennen. Ein Hund hatte sich bedient und eine Torte angefressen. Die anderen Torten waren zwar noch
verpackt, aber nicht mehr anschaulich. Die Walliser Hochzeitsgäste holten die Torten und haben auf der Terrasse die anderen Gäste mit dem Satz geweckt: „D’Hochzitstorte isch wieder da!“.
Das Gasthaus hat trotzdem immer noch regen Kontakt mit den Brauteltern und dem Brautpaar. Sie haben nun den Übernamen „z ‘Gislers vo dr Kirschtortä“. |
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28. Mai 1994: Rita Arnold Haas & Martin Haas
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Ihr Hochzeitstag auf Gitschenen wurde, so kitschig es auch klingen mag, für das Brautpaar zum schönsten Tag in ihrem Leben. Der Bräutigam kannte die Alp von Wanderungen her und kam auf die Idee, hier oben, im
Heimatkanton der Braut, das Heiratsfest durchzuführen. Die Fuxacher-Buebä konnten leider, wegen dem vollgepackten, spannenden Unterhaltungsprogramm, viel zu wenig oft zum Tanz aufspielen. Das Fest endete allzu früh morgens um 3 Uhr. |
3. September 1994: Gabi & Richy Kocab-Reiniger
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Die Hochzeit von diesem Brautpaar ist etwas Besonderes für Gitschenen: es handelt sich nämlich um die erste Hochzeit in der neu gebauten Kapelle Gitschenen. Interessanterweise stammt das „erste“ Brautpaar „aus der Stadt“. |
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3. Juni 1995: Doris & Pepi Ziegler-Flögl
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Der Isenthaler Bräutigam und die rassige österreichische Braut gaben sich da Ja-Wort in der Kapelle Gitschenen. Danach folgte ein gemütliches Hochzeitsfest welches bis in die frühen Morgenstunden hinein dauerte. |
18. August 1995: Caroline & Marco Steiner-Dörig
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Die Appenzeller Braut lernte Gitschenen durch einen Skitourenkurs kennen. Der Zuger Bräutigam und sie
heirateten an einem schönen Spätsommertag auf Gitschenen. |
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15. Juni 1996: Linda & Toni Bissig-Thommen
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Die aus dem Baselbiet stammende Braut und der Isentaler Bräutigam heirateten an einem prächtigen
Bergfrühlingstag auf Gitschenen. |
26. Juli 1997: Sandra & Ferdy Herger-Luthiger
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Der aus der Region stammende Bräutigam fand seine Braut „auswärts“. Das Bild beweist, dass die Hochzeitsfeier auf Gitschenen zu einem äusserst gelungenen Ereignis wurde. |
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16. August 1997: Liz & Roland Hermann-Schnait
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Die Schweizerische Braut und der Deutsche Bräutigam heirateten auf Gitschenen. Mit an der Feier war auch die Tochter Julia. |
23. August 1997: Judith & Matthias Döll-Herger
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Die Urnerin und der Zuger beschlossen, auf Gitschenen zu heiraten. Am Hochzeitstag war das Wetter von
strahlendem, warmem Sonnenschein geprägt, sodass die Hochzeitsgesellschaft die herrliche Umgebung von
Gitschenen in vollen Zügen geniessen konnte. Am Sonntagmorgen wurde man durch vor dem Haus spielende
Alphornbläser zum Frühstück eingeladen. |
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13. September 1997: Regula Zehnder & Beda Rickenbacher
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Die Tafeln der Hochzeitsgesellschaft waren festlich dekoriert. Der krönende Abschluss des Festes bildete ein grosser, gemeinsam tanzender Kreis aller geladenen Gäste. |
4. Oktober 1997: Susanne & Josef Berther-Reber
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Diese „Trachtenhochzeit“ fand an einem prächtigen Herbsttag statt. Die kirchliche Feier in der Kapelle Gitschenen wurde von zwei Alphornbläsern verschönert. |
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Copyright der Bilder durch Foto Zbinden, Schwarzenburg
16. Mai 1998: Esther & Markus Imholz-Fluhbach
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Die Basler Braut feierte ihr Hochzeitsfest mit dem bekannten Urner Volksmusikanten Markus Imholz auf
Gitschenen. |
30. Mai 1998: Yvonne & Peter Lenggenhager-Brechbühl
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Die zwei Luzerner beschlossen, das Fest ihres Lebens auf dem schönen Gitschenen zu feiern. Es wurde für alle Teilnehmer zu einem unvergesslichen, schönen Ereignis. |
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6.
Juni 1998: Helen & Pirmin Bissig-Bissig
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Nach der Hochzeitsfeier unten am See verschob sich die Hochzeitsgesellschaft zum Fest ins Gasthaus
Gitschenen. |
3. Juli 1999: Daniela Auf der Maur Föhn & Xaver Föhn
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Das Schwyzer Brautpaar konnte es nicht erwarten, sich in der Kapelle Gitschenen das Ja-Wort geben zu können. |
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8. Juli 2000: Beatrice & Peter Spescha
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Das Brautpaar stammt aus der Ostschweiz und beschloss, auf Gitschenen zu heiraten. Das Bild zeigt das
glückliche Hochzeitspaar beim Tanz des Hochzeitsreigens. |
12. August 2000: Carmen & Thomas Stark-Saner
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Das Brautpaar stammt aus dem Baselbiet. |
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30. September 2000: Barbara & Rainer Näf-Elliker
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Im Frühling 2000 sah das Brautpaar im Regionalfernsehen TeleM1 einen Bericht über das Berggasthaus
Gitschenen. Nach einem zufriedenstellenden Testbesuch entschloss sich das Paar, sein Hochzeitsfest auf Gitschenen durchzuführen. Trotz miesem Wetter und Pech mit der fremd organisierten Musik kam mit dem Fest eine
prächtige Stimmung auf. |
19. Mai 2001: Regina Gisler Iten & Oswald Iten
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Die aus Gitschenen stammende Braut trug die Zuger Festtagstracht. Der Bräutigam trug die Zuger Herrentracht. Der Bauernseelsorger aus dem Kapuzinerkloster Brig machte die zwei in der Kapelle Gitschenen zu Mann und Frau. Beim Ausgang der Kapelle erwartete das frischvermählte Brautpaar Spalierbögen der Trachtengruppe Baar und Menzingen. In der Kapelle spielten die „Hess Buebe“ aus Küssnacht am Rigi und beim anschliessenden Fest die Isenthaler Gruppe „Echo vom Schlierä“. |
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23. Juni 2001: Korinne & René Mamie-Scherrer
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Das Brautpaar erinnert sich gerne an sein schönes Hochzeitsfest und freut sich darauf, bald wieder nach
Gitschenen zu kommen. |
18. August 2001: Goldene Hochzeit Elisabeth & Franz Muheim-Arnold
Elisabeth und Franz Muheim feierten in der Kapelle und anschliessend im Gasthaus Gitschenen ihre Goldene Hochzeit. Beim Fest mit dabei waren nebst dem Jubiläumspaar dessen engste Familienangehörigen. Man genoss die schöne Atmosphäre von
Gitschene.
25. August 2001: Andrea & Kurt Bissig-Arnet
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Das fröhliche Brautpaar mit Sohn Tim hat in Alpenmode-Kleidern geheiratet. |
20. Oktober 2001: Cornelia & Josef Aschwanden-Bucher
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Die Braut ist ursprünglich eine „Städterin“ aus Winterthur. Der Bräutigam hat bereits sein ganzes Leben lang auf Gitschenen verbracht. Mit dieser schönen Gitschener-Hochzeit wurde die vergangene Saison auf besonders
erfreuliche Art und Weise abgeschlossen. |
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Hochzeitserinnerungen mit Haarkunst
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„Ein Haar fesselt stärker als die härteste Eisenschnur“ heisst es in einem russischen Märchen. In der Tat eignet sich das menschliche Haar dazu, Gedanken der Hingabe an die beschenkte Person in herausragender Weise als Zeichen der innigsten Verbundenheit zweier Menschen zu symbolisieren. Das Schmuckstück aus Haar soll die Sehnsucht nach dem Geliebten ausdrücken und die Erinnerung an ihn wach halten. Der Liebesschmuck hatte Anfang des 20. Jahrhunderts ein bedeutender individueller Erinnerungswert. In verschiedenen Regionen, auch in der Schweiz, war es üblich, dass die Bräute für ihren Ehemann aus ihrem abgeschnittenen Mädchenzopf eine Uhrenkette herstellten.
Am Anfang des 20. Jahrhunderts entstanden zudem auch Hochzeitsbilder mit Fotos von Brautpaaren. Gleichsam als zusätzliche Erinnerung an den Hochzeitstag wurde ein kleiner Gedenkstrauss aus den Haaren des Ehepaares gefertigt.
Uhrenkette, hergestellt von Lilly Rhyn, Kursleiterin Haarkunst (siehe Kursprogramm). |
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Hochzeitserinnerungen mit Klosterarbeiten
| Früher wurden nach einer Hochzeit der Brautschmuck, Schleier, das Krönchen und Blumengesteck in schöne Erinnerungsbilder eingearbeitet. Diese Arbeiten wurden vor allem von Klosterfrauen angefertigt, deshalb der
Name „Klosterarbeit“.
Das alte Kunsthandwerk „Klosterarbeiten“ kann auf Gitschenen in einem Kurs gelernt werden (siehe
Kursprogramm).
In den Klöstern wurden auch Brautkrönchen hergestellt.
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Hochzeitsjubiläen
| 1 Jahr |
Baumwollene Hochzeit |
Man schenkt sich Praktisches, also etwa ein baumwollenes Tuch. |
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5 Jahre |
Hölzerne Hochzeit |
Die Ehe scheint Bestand zu haben. Man schenkt sich Beständiges, also Holzgeschnitztes. |
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6½ Jahre |
Zinnerne Hochzeit |
Die Ehe sollte von Zeit zu Zeit wieder aufpoliert werden. Geschenke, die dies ebenso brauchen, gibt es zahlreiche, über Zinn hinaus. |
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7 Jahre |
Kupferne Hochzeit |
Die Ehe scheint so beständig zu sein, dass sie Patina (Altersschmuck) anzusetzen verspricht. Man schenkt sich Kupferpfennige als Unterpfand des Glücks. |
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8 Jahre |
Blecherne Hochzeit |
Die Ehe hat ihren alltäglichen und nutzbringenden Weg gefunden. Beliebte Geschenke sind Kuchenformen, auch Kuchenblech genannt. |
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10 Jahre |
Rosenhochzeit |
Die Ehe ist jetzt richtig „rund“ und kann sich über die Rosen wie der Myrten des 1.
Hochzeitstages erinnern. Es ist schon ein Fest mit Gästen, die den Eheleuten wichtig sind. Und was kann man guten Freunden nicht alles schenken? |
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12½ Jahre |
Petersilienhochzeit |
Die Ehe soll grün und würzig bleiben. Das, was zu diesem Tag an Schmackhaftem verzehrt wird, bringen die Gäste mit. |
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15 Jahre |
Gläserne oder Kristallene Hochzeit |
Die Ehe soll in den Beziehungen zwischen Mann und Frau durchsichtig und klar sein. Als
Geschenk bieten sich Gläser und Kristall an, denn einiges davon mag in der Ehe bereits in
Scherben gegangen sein. |
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20 Jahre |
Porzellanhochzeit |
Fest, glänzend und zugleich empfindlich ist die Ehe geworden. Neues Geschirr kann eingeweiht werden. |
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25 Jahre |
Silberne Hochzeit |
Die Ehe, die nun ein Viertel-Jahrhundert gedauert hat, hat ihren bleibenden Wert unter Beweis gestellt. Das Fest vereint die Verwandten, das Jubelpaar trägt Silberkranz und
Silbersträusschen. |
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30 Jahre |
Perlenhochzeit |
Die Ehejahre reihen sich aneinander wie die Perlen einer Kette. Jetzt ist die Gelegenheit, der Ehefrau eine neue Perlenkette zu schenken. |
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35 Jahre |
Leinwandhochzeit |
Wie eine gute Leinwand hat sich die Ehe als unzerreissbar erwiesen. Manches ist allerdings aufgebraucht, der Wäscheschrank muss neu aufgefüllt werden. |
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37½ Jahre |
Aluminiumhochzeit |
Die Ehe und das Glück waren dauerhaft. Als Geschenk ist alles das geeignet, was mit
Erinnerungen zu tun hat. Ein ruhiges Fest der Erinnerungen kann gefeiert werden. |
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40 Jahre |
Rubinhochzeit |
Das Feuer der Liebe hält und trägt immer noch. Der Ehering bekommt mit dem Rubin den
Edelstein der Liebe und des Feuers. |
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50 Jahre |
Goldene Hochzeit |
Wie Gold hat die Ehe allem stand gehalten und sich als fest und kostbar erwiesen. Manche Ehepaare wechseln neue Ringe. |
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60 Jahre |
Diamantene
Hochzeit |
Nichts
kann die Ehe mehr angreifen, sie ist unzerstörbar geworden. |
Last Update:
22.11.2009
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