Gitschenen - Sonnenterrasse im Kanton Uri - Schweiz  
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Gitschener Post - Saison 2003

Nr. 10


Zeitung im PDF-Format zum Betrachten oder Drucken mit Acrobat Reader

Editorial

Liebe Freunde von Gitschenen

In diesen Tagen muss überall gespart werden. Da auch wir nicht über unendlich grosse Finanzreserven verfügen, haben wir uns im letzten Frühling entschlossen, anstelle einer Zeitung eine Marktforschung zu machen. Um Leerläufe zu vermeiden, wollten wir erfahren, welche Personen aus unserer Adresssammlung die Gitschener Post auch wirklich erhalten möchte. Das Echo auf die Umfrage war gewaltig. Eine grosse Mehrheit der Adressaten wollte auf keinen Fall die Gitschener Post missen. Viele Leute haben uns ganz nette und auch aufmunternde Briefe geschrieben. Oft wurde auch die hohe Güte der Zeitung gepriesen. Man schätzt die Information sowie Reportagen über Gitschenen und das Isental. Man nimmt die Zeitung gerne als Anregung, um wieder mal einen Besuch zu machen. Verschiedene Personen haben auch angeboten, um Kosten zu sparen, auf die Druckausgabe zu verzichten und stattdessen die Zeitung elektronisch auf dem Internet zu lesen. An dieser Stelle sei ihnen allen für Ihre Antwort ganz herzlich gedankt. Die Gitschener Post wird weiterhin erscheinen, allerdings nur noch einmal pro Jahr im Herbst.

Diese Ausgabe der Zeitung beinhaltet wieder einige interessante Themen. Haben Sie gewusst, dass Gitschenen sehr international ist? Wie organisiert man einen Alpsommerbetrieb (in unserem Fall die Alp Bolgen)? Inwiefern sind St. Gallen und Isenthal grundverschieden? Welcher berühmte Musiker verbrachte einige Ferientage auf Gitschenen? Auf all diese Fragen werden Sie in dieser Ausgabe eine spannende Antwort finden. Und noch vieles anderes mehr erhalten Sie gratis als Zugabe.

Leider, und dies ist eine schlechte Nachricht, müssen wir auch über zwei Todesfälle von zwei Gitschenern berichten. Die gute Nachricht aber ist die, dass andererseits dieses Jahr ein Knabe auf Gitschenen das Licht der Welt erblickt hat.

Mit freundlichen, alpinen Grüssen


Kinder auf Gitschenen

Wir haben schon in früheren Ausgaben davon berichtet, dass heute auf Gitschenen wieder junge Familien mit Kindern wohnen. Zur Zeit sind auf Gitschenen 6 Kinder zu Hause:

Valentina (6), Domenica (4), Samuel (3.5), Antonella (2), Florian (2), Josef (2 Monate, nicht auf Bild).

Auf Initiative des Gasthauses Gitschenen wurde in seiner unmittelbaren Nähe ein schöner Spielplatz für die einheimischen und auswärtigen Kinder eingerichtet.


Anna Aschwanden-Bissig – wir behalten sie in bester Erinnerung

Anna Aschwanden-Bissig erblickte an einem schönen Sommermorgen als Tochter von Katharina Bissig-Arnold und Wendelin Bissig im oberen Wissigli in Isenthal das Licht der Welt. Es war der 11. Juli 1925. Im Kreise ihrer Familie, den liebevollen Eltern und ihrer acht Geschwistern erlebte sie eine frohe Kindheit und Jugendzeit. Schon bald hütete Anna die kleineren Geschwister, sei es im Wissigli, oder auch im Horlachen, wo ihre Eltern im Sommer die Alp Sulztal, der Viehzuchtgenossenschaft Emmen bewirtschafteten und während der Alpzeit wohnten.
Nach ihrer Schulzeit weilte Anna eine Zeit lang in der Ostschweiz sowie während des 2. Weltkriegs in Basel.
1950 lernte Anna ihren Mann Josef Aschwanden kennen und lieben und schloss am 26. Mai 1952 in der Kirche Isenthal den Bund fürs Leben. Anna zog nach Gitschenen, wo sie zusammen mit Josef den Bauernhof bewirtschaftete. Im Frühjahr 1953 erblickte Anne-Marie, die erste Tochter, das Licht der Welt. In den folgenden Jahren wurden Trudi, Bernadette, Käthy und Dolores geboren. 
Im Jahre 1960 war Anna in Erwartung mit Zwillingen; es war ein hartes Jahr, Anna schwebte in Lebensgefahr. Glücklich waren dann alle, als am 16. Juni 1960 die beiden Mädchen Monika und Ruth auf der Alp Gitschenen mit Hilfe ihres Mannes Josef geboren wurden und sich der gesundheitliche Zustand von Anna rasch besserte. Manchmal wurden Anna und Josef auch belächelt, sieben Mädchen, meinten viele, sei keine Meisterleistung. Von all dem spürten die Kinder jedoch nichts. In den folgenden Jahren kamen Josef, Stefanie, Marietta und Agatha zur Welt. Die grösseren Kinder halfen auf dem Heimet tüchtig mit. Anna war auch bereit, ihre Töchter als Mägdli zur Mutter ins Sulztal zu geben, wenn ihre Mutter um Hilfe anfragte. Anna selbst hatte grosse Fähigkeiten, die Selbstversorgung auf dem Bauerhof zu managen; sie nähte unsere Kleider, trocknete Fleisch, bepflanzte einen grossen Garten, zog Kräuter für die Firma Ricola und schreinerte selber viele Büchergestelle und Schränke.
Mit Liebe und Achtsamkeit begleitete Anna das Heranwachsen der Kinder. Als diese immer grösser wurden und fortzogen, war in Gitschenen ein Kommen und Gehen. Bei Anna waren alle stets willkommen. Sie freute sich über die Besuche der Schwiegersöhne, die oft auf dem Bauernhof mithalfen. Ganz besonders freute sie sich über ihre 18 Grosskinder.
Ein besonderes Ereignis für Anna war die Einweihung der Kapelle von Gitschenen am 12. Juni 1994. Sie suchte in den letzten Jahren oft diesen stillen Ort auf, holte Kräfte und brachte ihre Anliegen im Gebet dar. Sie war eine tiefgläubige Frau und lebte uns christliche Grundwerte vor. Sie war eine gute Zuhörerin in Gesprächen und konnte auch andere Standpunkte annehmen aber opferte ihre eigenen Grundwerte nie dem Zeitgeist.
Mit besonderer Freude besuchte Anna ihre Töchter an den verschiedenen Orten, wo sie weilten. Sei es in Florenz, Paris oder Verona. Auch die Reisen mit Töchtern und Schwiegersöhnen erfreuten Anna. Wenn sich die Gelegenheit bot, besuchte Anna die Oper in Basel, die Stadt, die für Anna das ganze Leben lang ein Anziehungspunkt blieb.
In den späteren Jahren hatte Anna wieder Zeit, sich ihrem handwerklichen Geschick zu widmen und besuchte Kurse im Alpenkurszentrum Gitschenen und einen Buchbinderkurs. Seit Jahren sammelte Anna Zeitungsartikel, welche sie in den Wintermonaten zu Büchern verarbeitete.

Am 28. August 1999 erlitt Anna eine Hirnblutung, welche operativ behandelt werden musste und von der sie sich auch Dank der vielen Kontakte von Bekannten und der Besuche der Töchter im Spital gut erholte. Nach einem zweimonatigem Rehabilitationsaufenthalt im Spital Luzern, wo sie von den Töchtern Bernadette, Ruth und Monika täglich unterstützt wurde, konnte sie die Klinik Ende Januar 2000 verlassen.
Trotz der Krankheit war es für Anna eine gefreute Zeit, da sie die Freundin und spätere Frau von Sepp kennen lernte. Anna freute sich auch, dass sie bereits im Frühling nach Gitschenen gehen konnte.
Der zweite Schlaganfall von Anna Ende März 2001 traf alle unerwartet. Erneut musste sie ins Kantonsspital Uri eingeliefert werden, sie konnte aber Mitte April dank der Unterstützung von Marietta, welche von Kolumbien angereist kam, mit der Rega nach Gitschenen gebracht werden, wo sie von Cornelia, Marietta und Ruth mit Hilfe der Spitex Isenthal gepflegt wurde.
Am Sonntag den 9. Juni 2002 ereilte Anna ein Schwächeanfall. In der Nacht vom 11. auf den 12. Juni 2002 entschlief sie in den Armen der Familie.
Anna war eine friedliebende und starke Frau. Alle die sie pflegten, spürten ihre Dankbarkeit, obwohl sie im letzen Jahr ihre Sprache verloren hatte. Wir werden sie vermissen und immer in guter Erinnerung behalten.

Verfasst von den Nachkommen im Juli 2002, wurde von der Redaktion etwas gekürzt


Albert (Albi) Grass

Im Jahr 2002 haben wir leider gleich zwei Todesfälle von „Gitschenern“ zu beklagen. Kurz vor Anna Aschwanden verstarb in Basel nach längerer Krankheit Albert Grass.
Albert, zusammen mit seiner Frau Gritli und Nachkommen, ist seit 75 Jahren regelmässig zur Erholung nach Gitschenen gekommen. Einen Bauplatz hatten sie schon lange. In den Siebzigern bauten sie sich dann ihr Ferienhaus, in welchem sie die Schönheiten von Gitschenen intensiv genossen.


Alpkäserei auf Bolgen

Das Laueli Tal erstreckt sich von St. Jakob (Talstation der Seilbahn Gitschenen) östlich an Kneiwies (Gitschenen) vorbei bis unter den Schwalmis. Die Alp Bolgen belegt dabei das Gebiet zwischen Laueli und Schwalmis.
Die Alp wurde 1980 von den heutigen Besitzern übernommen. Zwischen 1981 und 1999 wurde der Betrieb von der Familie Franz und Frieda Walker-Gisler bewirtschaftet. Seit dem Jahr 2000 führen ihr Sohn mit Frau, Daniel und Monika Walker-Arnold (mit klein Sara) den Betrieb. Im Winter wohnen die Bolgner in Flüelen.

Laueli 1380 M. ü. M.

Auf 1380 m befindet sich die Alphütte Laueli. Anfangs bis Mitte Juni wird sämtliches Vieh, ca. 85 Stück, dorthin gebracht. Die Kühe bleiben zwei Wochen, die Rinder etwa eine halbe Woche länger. Die von den 20 Kühen gewonnene Milch (ca. 250 Liter) wird hauptsächlich zu Käse verarbeitet. 
Beim Alpabzug im Herbst bleibt das Vieh hier wieder etwa zwei Wochen, je nach Grasvorrat und Wetter.
Im Frühsommer, nach der ersten Alpnutzung, wird der feste Mist und die Gülle ausgebracht.

Unter Bolgen 1600 M. ü. M.

Die Alpweiden bei Unter Bolgen bieten viel und gutes Gras. Sie sind für das Vieh nicht so anstrengend. Das Vieh unterbricht hier seinen Alpaufzug im Vorsommer für etwa zwei Wochen, im Herbst den Abzug etwa drei bis vier Tage. Die gewonnene Milch wird per Seilbahn ins Laueli oder Ober Bolgen geseilt, je nachdem wo man gerade logiert.

Ober Bolgen 1864 M. ü. M.

Auf Ober Bolgen gibt es nebst auf Laueli die zweite Wohngelegenheit. Die 1946 erbaute Alphütte ist für damalige Verhältnisse sehr grosszügig bemessen worden.
Ober Bolgen bietet dem Vieh einen prächtigen Rundgang von morgens bis abends.
Die Milch wird über Transportseile sowohl von Unter Bolgen wie auch von den Seelenen hierher gebracht. Früher wurde aus ihr Alpkäse hergestellt. Dann folgte eine Periode, in welcher die Milch zentrifugiert und zu Butter verarbeitet wurde. Seit 1994 wird wieder und in grossem Stil Alpkäse gemacht und auch selber vermarktet.
Für den Abtransport des schweren Alpkäses steht eine Seilbahn zur Verfügung. Sie führt, über je eine Zwischenstation bei Unter Bolgen und Laueli, hinunter bis zur Waldstrasse oberhalb St. Jakob.

Seelenen 2000 M. ü. M.

Das Gebiet um die Seelenen (Seelein) ist die grösste von allen fünf Bolgen Alpen. Das Vieh findet auf diesen flachen, tümpelreichen Alpweiden ohne grosse Anstrengung viel gutes Futter. Es kommt ca. ab 1. August für rund drei bis vier Wochen hierher. Währenddem die Rinder noch weiter oben auf dem Schwalmis weiden, bleiben die Kühe auf dieser Höhe im östlichen Teil der Alp. Wenn dann die Rinder wieder vom Schwalmis zurück sind, werden die westlichen Weiden genutzt.
Die Milch wird mit einem Kleinfahrzeug zu einem Transportseil gefahren und auf diesem nach Ober Bolgen hinunter gebracht.
Fast jeden Sommer gibt es auf dieser Höhe ein- bis zweimal Schnee. Das führt zwangsläufig zu einem erhöhten Arbeitsaufwand. Die Rinder und Kühe werden dann in zwei Ställen untergebracht und gefüttert. Oft müssen beschädigte Zäune wieder funktionstüchtig gemacht werden.
Die letzten Rinder verlassen die Seelenen etwa Anfang September.

Schwalmis 2247 M. ü. M.

Der Schwalmis ist mit seinem grandiosen Aussichtspunkt ein beliebtes Ausflugsziel.
Bis auf den Schwalmis werden nur Rinder gebracht und zwar für ca. drei bis vier Wochen. Wasser für die Tiere wird direkt vom Schnee gewonnen. Wenn der Schnee geschmolzen ist, müssen sie wieder runter, obwohl es hier viel fettes, hervorragendes Futter gäbe.
Ein einfacher Stall dient dem Vieh als Schutz vor dem Wetter. Sollte es schneien, wird das Vieh in tiefere Lagen gebracht.

Monika und Daniel Walker


Die Launen der Natur im Isental

An der Expo 02 konnte man sich von allen Gemeinden der Schweiz ihr theoretisches Gefahrenrisiko für schlimme Naturereignisse ausdrucken lassen (offeriert von den Kantonalen Gebäudeversicherungen). Währenddem zum Beispiel die Stadt St. Gallen mit –84% Abweichung vom schweizerischen Mittelwert beinahe frei von Naturkatastrophenrisiken ist, sieht das für Isenthal ganz gegenteilig aus: hier gibt es eine positive Abweichung von 224%. 

Dass dem offenbar so ist, wurde in jüngster Zeit immer wieder bewiesen: Lawinen rissen Gebäude mit sich, Schlammlawinen zerstörten Wälder, Felder und die Strasse, Stürme entwurzelten viele Bäume usw. Im vergangenen August unterbrach der Isentaler Bach mit seinem Hochwasser die Strassen- und Stromverbindung nach St. Jakob.

Besonders launisch war die letzte Wintersaison. Das bisschen Schnee reichte kaum für den Wintersport. Verschiedene Skirennen mussten mangels Schnee, wegen Regen oder heftigem Sturm abgesagt werden. Ein paar Mal mussten die Veranstalter im letzten Moment ein Rennen noch absagen. Der Vorstand des Skiclubs musste manchmal spontan reagieren und statt eines Rennens gab es dann ein paar unvergessliche Stunden im Gasthaus Gitschenen.
Die Generalversammlung des Skiclubs musste letzten Frühling kurzfristig abgesagt werden wegen starken Regenfällen.


Fantasievolle Charaktermarionetten

Kurs im Alpenkurszentrum vom 26. Mai bis 1. Juni 2002

Am Anfang waren da: vier motivierte Frauen, Styropor, Modelliermasse, Stoffe, Nähmaschine, Wolle, Holzteile, Farbe, Werkzeug, und ich, die Kursleiterin. Für mich war es der erste Wochenkurs auf Gitschenen, den ich leitete. Im Vorfeld fragte ich mich: „Habe ich auch alles eingepackt?" Werden die Marionetten in den paar Tagen fertig?" Meine Befürchtungen waren unbegründet. Die Frauen arbeiteten konzentriert und äusserst kreativ. Sie modellierten, schmirgelten, nähten, strickten, malten und hämmerten von morgens bis abends. Wir arbeiteten täglich 8 bis 10 Stunden intensiv, aber nicht verbissen.
Selbst während der Arbeit, erst recht aber beim Essen, fand eine rege Kommunikation statt. Wir tauschten Erfahrungen und Gedanken aus, diskutierten über Gott und die Welt, und lachten auch mal Tränen. Kein Fernsehen, kein Radio, keine Nachrichten, keine Alltagsprobleme. Kreativ arbeiten ohne Ablenkung. Um uns herum die eindrückliche Natur, interessante Begegnungen mit den Menschen von Gitschenen und hervorragendes Essen im gemütlichen Gasthaus bei Beatrice Herger und ihrem Team.
Viele Gitschener Besucher schauten bei uns spontan hinein. Selbst diejenigen, die uns fragten: „Seid ihr am Basteln?" wurden in Kürze eines Besseren belehrt.
Es war für uns alle eine intensive, lehrreiche und spannende Woche. Die Teilnehmerinnen dürfen mit ihren Marionetten mehr als zufrieden sein. Meine Erwartungen haben sie jedenfalls übertroffen.
Es fiel uns allen schwer, am Samstag die Alp zu verlassen. Wir sind uns einig, der Kurs war, wie unsere bayrische Kursteilnehmerin zu sagen pflegte, „brutal guet" (zu deutsch: supertoll).
Ich freue mich bereits auf meinen nächsten Kurs im Frühling 2003.

Brigitte Theuer, Kursleiterin


Musik auf Gitschenen

Tradition und Lebensfreude

Gitschenen hat bereits eine lange Musiktradition. Schon der frühere Wirt des Gasthaus Gitschenen, Walter Bissig, spielte viel Schwyzerörgeli. Beste Musikformationen liessen immer wieder herrlichste Töne erklingen. Und im Alpenkurszentrum gibt es seit seinem Bestehen jedes Jahr diverse Musikkurse: im Frühling beginnt das Kursjahr mit den Alphörnern, gefolgt von den Zithern, Hackbrettern, Bassgeigen, Schwyzerörgelis und Bassgeigen.
Doch damit ist noch nicht genug. Nächstes Jahr baut das Alpenkurszentrum weiter aus. Es werden neuerdings zusätzlich noch Mundharmonikas und Jodeltöne erklingen.
Offensichtlich werden einige Künstler auf Gitschenen besonders inspiriert: Der Zitherfachmann Lorenz Mühlemann hat den „Gitschener Jodel“, der Alphornlehrer Josef Bühlmann den "Alpsäge uff Gitschenä" und der bekannte Musiker Markus Flückiger die „Gitschener Mazurka“ komponiert.

Rees Gwerder

Um 1886 wurden die ersten Schwyzerörgeli gebaut. Bauern und Älpler aus der Innerschweiz, vor allem im Muotathal/Bisisthal (Kanton Schwyz), die ihren urwüchsigen Traditionen ansonsten sehr verpflichtet waren, fanden an diesem „neuen" Musikinstrument gefallen. Sie übertrugen den archaischen musikalischen Ausdruck ihres gewohnten Musizierens auch auf die Schwyzerorgel.
Einer der konsequentesten Musiker, der bis zu seinem Tod am 5. Januar 1998 die Vorbilder jener Zeit in seinem Spiel vertrat, war der 1911 geborene bekannte Schwyzerörgeli-Musikant Rees Gwerder. Mit fünf Jahren begann Gwerder die ersten Stücke auf dem Eichhorn-Örgeli seines Vaters zu spielen. Im Lauf seines Lebens hat der Musikant gegen 300 alte Melodien aus seiner Muotathaler Heimat in seinem Kopf gespeichert. Am liebsten hörte er seine eigenen Aufnahmen, waren sie doch Ausdruck seiner Identität - und warum sollte er die je verändern? Dank Gwerder sind viele alte Tänze in ihrer ursprünglichen Ausdrucksweise überliefert.
Nachdem Gwerder jahrzehntelang vor allem in seiner engeren Heimat aufgespielt hatte, wurde er in den sechziger Jahren von Thomas Marthaler und dem Toningenieur Walter A. Wettler auch für die Schallplatte entdeckt. Durch Radio- und Fernsehauftritte wurde er danach auch einem breiten Publikum bekannt. Meist spielte er in der klassischen Dreierformation, zusammen mit seinen langjährigen Mitmusikanten Ludi Hürlimann (Schwyzerorgel) und Peter Ott (Bass).
Rees Gwerder war einer der wichtigsten Vertreter der urchig-traditionellen Schweizer Volksmusik. Mit der Veröffentlichung des erfolgreichen CH-Volksmusikfilmes UR-MUSIG und der Ton-Aufnahmen auf CD wurde Rees zusammen mit weiteren Musikern und Interpreten aus der Innerschweiz und dem Appenzellerland dank diesem einzigartigen Bild- und Tondokument wiederentdeckt.
Über das Internet kann man Musik von Rees Gwerder auf Kassetten oder CDs beziehen: www.csr-records.ch
Rees Gwerder in den Ferien auf Gitschenen
Unter Volksmusikfreunden ist der kürzlich verstorbene Rees Gwerder sehr bekannt und seine urtümliche Musik ist heute noch sehr oft auf Gitschenen zu hören. Die Schüler des Schwyzerörgeli Kurses versuchen immer wieder, die urchige Art von den Rees-Tänzli zu spielen.
Rees Gwerder war in der Zeit von 1992 – 1995 mehrmals im Gasthaus Gitschenen in den Ferien. Er genoss je-weils den kurzen Aufenthalt. Der knorrige alte Mann wusste genau, was er wollte – und was er sicher nicht wollte. Am Morgen seine „Chrütermilch“ (Milch mit Chrüterschnaps), zum Frühstück am liebsten Zwetschgenkonfitüre und als Leibspeise seine Bratwurst mit Rösti. Die Köchin musste manchmal Geduld haben mit dem eigenwilligen Gast. So konnte er vor dem Mittagessen bestimmt sagen: „Spaghetti iss ich nid“. Doch wer dann am meisten davon zu sich nahm – war dann doch der Rees.
Das Gasthaus hatte zu dieser Zeit ein Schulmädchen als „Mädchen für Alles“. Dieses konnte es mit dem Rees sehr gut und neckte ihn auch immer wieder. Sie erlaubte sich sogar, dem Rees ein Schlupfbett herzurichten. 
Auf Geheiss spielte Rees nicht auf. Er musste die richtige Laune dazu haben. Wenn er merkte, dass jemand den Rees nur beobachten möchte, konnte er, ohne einen Satz zu sagen, weglaufen und sich in unsere Küche verziehen.
Rees hatte noch eine andere Leidenschaft. Er genoss jeden Boxmatch, der im Fernsehen übertragen wurde. So hatten wir während seiner Besuche den Fernseher im Saal installiert und er konnte damit genüsslich seine Zeit vertreiben.
Rees war für Beatrice und Franz Herger-Kieliger der Lehrmeister auf dem Schwyzerörgeli. Franz spielt noch immer seine Tänzli. Beatrice kommt heute leider zu wenig zum Üben, vielleicht hat sie in der Zukunft einmal mehr Zeit dazu.


Das Tor von Gitschenen

Immer wieder fragen sich neue Besucher von Gitschenen, ob denn „das“ dort oben neben dem „Stockzahn“ ein Schneefleck oder „Loch“ im Felsen sei. Voller Staunen nehmen sie jeweils zur Kenntnis, dass es sich tatsächlich um eine auf natürliche Weise entstandene Brücke handelt. Im lokalen Jargon spricht man vom „Tor“. Das Gitschener Tor ist (noch) nicht so berühmt geworden wie das spektakuläre Martinsloch von Elm, obwohl hier die Sonne jeweils am 17. Dezember durch das Loch hindurch das Gasthaus Gitschenen beleuchtet. Übrigens haben Beatrice und Franz Herger-Kieliger vor 12 Jahren, am 17. Dezember 1990 das Gasthaus Gitschenen übernommen. Dieses Datum scheint ein „Glücksdatum“ zu sein. 


Ein Bergdorf mit zauberhaftem Strand

Das urnerische Isenthal liegt sozusagen am Weg der Schweiz

Davon kann Wolfgang Haas, der ehemalige Bischof von Chur und jetzige Erzbischof von Vaduz, nur träumen. Im stattlichen Pfarrhof, dem ältesten noch erhaltenen Gebäude von Isenthal im gleichnamigen Tal, gibt es ein Bischofszimmer, das im 18. Jahrhundert eigens für den zur Firmung anreisenden Bischof angebaut wurde. Wer weiss, wenn der Hirte Haas nicht so distanziert zu seinen Schafen gewesen wäre, hätte er auch davon Gebrauch machen können, denn der Kanton Uri gehört ja zum Bistum Chur. Wie dem auch sei, ein geistlicher Herr von anderem, den Menschen zugewandtem Charakter wurde ganz in der Nähe, in Bauen am Urnersee, geboren. Hier, wo vom Föhn verwöhnt Feigen, Edelkastanien und Palmen gedeihen, kam am 18. November 1808 Johann Joseph Maria Zwyssig zur Welt, der als Zisterziensermönch im Kloster Wettingen Pater Alberik hiess und als Stiftskapellmeister amtete. Er ist der Komponist des „Schweizerpsalms“, unserer Nationalhymne. Er starb 1854 im Kloster Mehrerau bei Bregenz, so die Wettinger Mönche nach ihrer Vertreibung aus dem Aargau Unterschlupf fanden.

Abgeschieden von der Welt

Wenn das Dampfschiff auf seinem Weg von Bauen nah Flüelen an der Isleten anlegt, ahnen wohl die wenigsten Passagiere, dass sich von hier ein schmales, kurvenreiches Bergsträsschen in ein abgelegenes, verträumtes Tal hinaufwindet. Bleiben wir noch einen Moment an der Isleten. Ihr Name leitet sich von lateinisch insula (Insel) her, denn sie ragt als Halbinsel in den Urnersee hinein. Heute ein Eldorado für Surfer, war sie in früheren Zeiten Isenthals Sustplatz und Schiffshafen. Die Leiter im Wappen deutet darauf hin, dass das Tal von der Isleten her jahrhundertelang nur auf einem schmalen Treppenweg erreichbar war. Trotzdem blieb es vor dem Bau der Axenstrasse ein wichtiger Etappenort am alten Landweg Stans – Seelisberg - Seedorf. Erst 1901 wurde eine Fahrstrasse von der Isleten nach Isenthal gebaut, und die Lastträger wurden durch Maultiere ersetzt. Bereits 1904 wurde eine Postkutsche in Betrieb genommen. Und als schliesslich 1951 die Verbindungsstrasse Isleten - Seedorf eröffnet wurde, gab es neue Verdienstmöglichkeiten, so dass heute etwa ein Achtel der Isenthaler Bevölkerung (580 Einwohner) als Pendler im Raum Altdorf arbeitet. Der Grossteil lebt aber nach wie vor von der Land- und Alpwirtschaft sowie der Holzindustrie. Die Abgeschiedenheit des Isentals fand also erst im vergangenen Jahrhundert ein Ende. Immerhin konnte es seinen herben Charme, seine Verträumtheit bis auf den heutigen Tag erhalten. Der früher mühsame Zugang vom Urnersee her spricht übrigens dafür, dass das Tal von Nidwalden her besiedelt wurde. Das würde auch seine „sprachlich interessante Mittelstellung zwischen Uri und Nidwalden“ erklären, wie es 1929 in einer Dissertation hiess.
Isenthals heimeliges Dorfbild ist geprägt von urchigen Urner Häusern, die von der stattlichen, 1989 renovierten Dorfkirche überragt werden. Die Altäre, die Kanzel und der Taufstein sowie die Stuckaturen stammen von Johann Joseph Mosbrugger aus der bekannten Vorarlberger Baumeister-Familie. Beim Namen Isenthal denkt man unwillkürlich an einen Zusammenhang mit dem Metall „Ise“. Dass hier vor Zeiten tatsächlich Eisen abgebaut wurde, davon zeugen zwei alte, inzwischen ausgestorbene Flurnamen wie Eisenofen und Schmelze zuhinterst im Chlital, das bei Isenthal vom Grosstal nach Süden abzweigt. Johann Jakob Madran (sein Name ist im Maderanertal verewigt) war die treibende Kraft. Es lohnte sich aber offenbar nicht, und so versuchte er sein Glück im Maderanertal.

Der letzte Bär im Urnerland

Wer aufmerksam durchs Dorf spaziert, dem fallen bei der hinteren Säge, an Ketten baumelnd, zwei veritable Bärentatzen auf. Diese Jagdtrophäen erinnern an den letzten Bären im Kanton Uri, der 1820 vom Kirchenvogt Josef Anton Infanger im Isental erlegt wurde, wie alt Gemeindepräsident Karl Bissig schmunzelnd erzählt. Der Jäger habe vom Urner Landrat für seine mutige Tat eine Sonderprämie von einem Louisdor erhalten. Der drei Zentner schwere Koloss muss eine grosse Aufregung verursacht haben. Berichtet doch ein Zeitgenosse, die Männer seien nur noch mit der Flinte ausgegangen, und „sogar d Wyyber hänt Prigel (Schtäckä) mitgnu“. Drei Ziegen habe er gerissen und „ä usinnigä Hüüfä Gämschi“, wie im „Urner Reiseverführer“ von Kurt Zurfluh nachzulesen ist. Wer weiss, vielleicht müssen die Isenthaler Frauen ihre „Prigel“ wieder hervorholen, falls die in Norditalien ausgesetzten Bären eines Tages die grüne Grenze überschreiten und hier auftauchen sollten...
Weiter durchs Grosstal nach Westen wandernd, gelangt man zur Talstation der Seilbahn St. Jakob - Gitschenen, die zugleich Endstation des Postautokurses ist. Auf der Gitschenen - Alp (1540 m über Meer) geniesst man nicht nur eine berückend schöne Aussicht, sie ist auch Ausgangspunkt für kurze und längere Bergwanderungen wie etwa jene über das Hinterjochli zur Klewenalp (4 Std.) oder über den Geissbode zum Brisen (3½ Std.), wobei man in diesem Fall wohl besser von einer Bergtour spricht. Wir haben uns mit dem gut einstündigen Gitschenen - Rundweg begnügt, der, als Naturlehrpfad angelegt, zum besseren Verständnis der Kultur- und Naturlandschaft wie auch der Berggebietsproblematik beitragen soll, was ihm dank der Blumen- und Pflanzenvielfalt, aber auch der beispielhaft praktizierten Alpbewirtschaftung mühelos gelingt. Eine Alp wird im Urnerland in eine Unter- und eine Oberstafel unterteilt wobei das Vieh im Juni rund zwei Wochen im Unterstafelgebiet (vergleichbar den Maiensässen) weidet, wohin es Anfang September noch einmal für 10 bis 15 Tage zurückkehrt; im Hochsommer wird die Oberstafel genutzt. Am Schluss der Rundwanderung lohnt sich ein Besuch der 1994 eingeweihten Betruf Kapelle. Und von da ist es nur ein Katzensprung zum Gasthaus Gitschenen. Dieses Haus ist aber viel mehr als bloss ein Bergrestaurant. In den 12 Jahren, seit Beatrice und Franz Herger-Kieliger das Gasthaus übernommen haben, ist es nicht nur mustergültig renoviert, sondern auch zu einem gern besuchten Alpenkurszentrum mit einem vielfältigen Programmangebot ausgebaut worden. Wie wär's zum Beispiel mit einem Alphorn Ferienkurs? Oder möchten Sie die Haarkunst für jedermann beherrschen? Und wer möchte nicht die verschiedensten Heilkräuter kennen lernen! Auch Firmenseminare finden hier in luftiger Höhe statt. Und schliesslich hat Beatrice Herger Alpenmode kreiert. Auf der Basis historischer Trachten entstand und entsteht ihre Modekollektion.
Es wird höchste Zeit, den Urirotstock (2928 m) ins Spiel zu bringen. Er ist das bevorzugte Ziel vieler Berggänger, die ins Isental kommen. Von Isenthal durch das Chlital und über die Musenalp sind es 6 Stunden. Das trutzige Massiv mit seinen Felswänden, Schründen und Galerien schlägt den Besucher der Musenalp vollständig in seinen Bann. Und ausgerechnet da hinauf wollte vor hundert Jahren der Schriftsteller E. A. Türler eine Bergbahn bauen - mit einem 2,4 km langen Tunnel. Es kam nie dazu.

An der „Wiege der Eidgenossenschaft“

Was ein echter Wanderer ist, der geht zu Fuss und nimmt das Postauto nur, wenn's unbedingt sein muss. Auf Isenthal übertragen heisst das: Man wählt in Bauen die Zusatzvariante zum Weg der Schweiz, die auf die Vordere Bärchi und von dort sanft abfallend nach Isenthal führt. Für den steilen Aufstieg wird man mehr als belohnt. Der Ausblick auf den Urnersee ist überwältigend und übertrifft beinahe noch das imposante Wandgemälde „Die Wiege der Eidgenossenschaft“ des Genfers Charles Giron im Berner Nationalratssaal.

Sebastian Leicht

Wir publizieren diesen Artikel mit freundlicher Genehmigung der Neuen Zürcher Zeitung, in welcher er am 3. Oktober 2002 erstmals erschienen war.


Aschwanden Familienchronik

Rückblick über vier Jahrhunderte

Frau Hedwig Kleiner-Aschwanden ist Mitglied der schweizerischen Gesellschaft für Familienforschung (SGFF). Sie hat das hier beschriebene, umfangreiche Forschungswerk nach langjähriger Arbeit in diesem Frühling veröffentlichen können.
Die Autorin berichtet in einer kurzen Einleitung, wie der Name Aschwanden entstanden ist sowie über den Ursprung dieses typischen Urner Geschlechtes auf Seelisberg und deren Wappen. Über Aschwanden, die vor 1600 gelebt haben, werden einige herausragende Vertreter genannt. Zusammenhänge können jedoch nicht hergestellt werden.
Ausgehend von den ab 1621 vorhandenen Pfarrbüchern von Seelisberg kann eine lückenlose Aufstellung der einzelnen Familien nachvollzogen werden, die sehr wahrscheinlich auf vier verwandte Stammväter zurückgehen.
Während von den Stämmen Adam, Andreas und Martin 6 bzw. 7 Generationen beschreiben werden, liegt das Schwergewicht des Werkes auf dem stark entwickelten Balz-Stamm, der bis in die heutige Zeit verfolgt wird. Alle Familienglieder werden kurz mit Daten, Beruf, Wohnort und wenn immer möglich mit dem vorhandenen, überlieferten Wissen der Person skizziert.
Von jedem der vier Jahrhunderte beschreibt die Autorin in einem allgemeinen Überblick die jeweiligen wirtschaftlichen, sozialen, klimatischen und politischen Gegebenheiten, um so den Lebensumständen der verschiedenen Generationen einen Rahmen zu geben. Die vielen Fotos von Einzelpersonen, Familien und der bewohnten Landschaft geben ein sehr lebendiges Bild der Familiengeschichte. Stammtafeln und ein Quellenverzeichnis runden das Werk ab.
Das 211 Seiten grosse und reich illustrierte Buch kostet Fr. 76.- und kann direkt bei der Autorin bestellt werden:
Frau Hedwig Kleiner-Aschwanden
Justrain 62
8706 Meilen
Telefon: 01 923 12 72

NB: Frau Hedwig Kleiner-Aschwanden hat in verdankenswerter Weise zahllose Beiträge zu Themen über das Isental und Gitschenen für die Gitschener Post verfasst. Sie können ihre spannenden und interessanten Berichte im Internet nachlesen: www.gitschenen.ch/gipo.htm


Internationales Personal auf Gitschenen

Bereits seit 10 Jahren arbeitet Thessy Aschwanden im Gasthaus. Sie kommt ursprünglich aus den Philippinen. Das ganze Team und auch unsere Gäste schätzen Ihre fröhliche und ausgeglichene Art sowie ihren tollen Arbeitseinsatz. Thessy ist im ganzen Haus die „gute Fee“.
Seit zwei Saisons und bereits voll ins Gitschener Team integriert arbeitet Leonora bei uns. Sie kommt ursprünglich aus Kosovo, von wo sie wegen des grauenvollen Krieges mit ihrer ganzen Familie fliehen musste. Leonora ist für die Pflege der Zimmer zuständig, was sie mit viel Sorgfalt sauber erledigt.
Seit dem vergangenen Sommer arbeitet die temperamentvolle Manee aus Thailand bei uns. Früher arbeitete sie hauptsächlich in „trendigen“ Restaurants. Jetzt ist sie bei uns im Service eingeteilt und gehört mittlerweile auch bereits voll ins Gitschener Team. Sie trägt die Gitschener Alpenmode mit grossem Stolz. Ihre unkomplizierte Art und Ihre Fröhlichkeit stecken die Gäste und das Personal an.
Barbara kommt ursprünglich aus Polen. Barbara ist Bäuerin im isentaler Kleintal. Wenn „Not am Mann“ ist, stösst sie zum Gitschener Team und hilft in der Küche mit. Auch sie bringt wieder eine neue Kultur in unser Gasthaus ein.
Von unseren vier tollen Mitarbeiterinnen aus verschiedensten Kulturen profitiert das schweizerische Gasthaus in jeder Hinsicht. Wir sind froh, dass wir diese Menschen kennen gelernt haben und dass wir dank ihnen in andere Kulturen Einblick erhalten.


Hollywood auf Gitschenen

Die neue Holzschaukel sowie der Holzbrunnen auf dem Vorplatz des Gasthauses ist bei unseren Gästen sofort und sehr gut angekommen. Bei schönem Wetter ist die Schaukel andauernd besetzt. Schaukel und Brunnen wurden hergestellt von Werner Aschwanden, Rundholzbau – Zimmerei – Schreinerei, Isenthal. Siehe: www.naturstammhaus.ch


Urtümliche Figuren auf der Alp

Auch in diesem Jahr wurden in Gitschenen verschiedene Ausstellungen gezeigt. Im Alpenkunsthäuschen wurden Scherenschnitte und Malereien gezeigt. Ein grosses Echo fand die Ausstellung Ur-rostikales von Roberto Caminada aus Rhäzüns. Während des Sommers schmückten verschiedene Figuren aus Altmetall die Umgebung des Gasthauses Gitschenen. Diverse Vögel, Schildkröten, Pinguine und weitere urtümliche Gestalten wurden vom Künstler mit viel Fantasie und Freude an der Arbeit hergestellt.


Fahrt ins Blaue mit dem Gitschener Personal

Alljährlich organisiert das Gasthaus im Oktober einen zweitätigen Personalausflug als Fahrt ins Blaue. Ziele früherer Ausflüge waren verschiedene Orte in der Schweiz und im nahen Ausland: zum Beispiel Bündner-Herrschaft, Emmental, Hallau, Allgäu, Elsass, Bodensee und andere.
Diese Ausflüge sind immer sehr lustig und ersetzen bestimmt ein Personalseminar. Denn bei diesen Anlässen werden immer auch verschiedene Konflikte („Müsterli“) durchgesprochen und dann später auch wieder darüber gelacht. Oftmals werden von den Mitarbeitern kleine Sketches oder sonstige Überraschungen geboten. Wir zeigen Ihnen hier ein paar Schnapsschüsse von unserer letzten Personalreise im Oktober 2002.


Alpenmode weltweit

Die Alpenmode aus Gitschenen wird schon an vielen Orten auf der Welt getragen, so zum Beispiel in der Schweiz, in den USA, in Österreich, Schweden und natürlich selbstverständlich bei der Seilbahn Gitschenen. Die Seilwarte Josef Imhof, Edi Ziegler und Franz Herger tragen jeweils bei speziellen Anlässen und sonntags ihre Alpenmode-Gilet mit grosser Freude.

 


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Last Update: 22.11.2009