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Gitschener Post - Saison 2006
Nr. 13
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Editorial
Liebe Freunde von Gitschenen
Einer der berühmten Muotathaler Wetterpropheten besuchte im vergangenen
Frühling Gitschenen. Wir merkten uns seine Wetterprognosen für diesen Sommer und
können nun erstaunt zur Kenntnis nehmen, dass diese mit der Wetterrealität
ziemlich gut übereinstimmen. Allerdings sagte er nichts von den zerstörerischen
Unwettern voraus, welche das Isenthal im August heimsuchten. Das Grosstal von
Isenthal und somit auch Gitschenen war für einige Tage von der Umwelt komplett
abgeschlossen. Zu einer solchen Situation passen unsere Berichte zum Thema „Gitschenen’s
Abgeschiedenheit und seine damit verbundenen Probleme“ hervorragend.
In dieser Ausgabe stellen wir Ihnen den Gitschener Alpbetrieb „Kneiwies“ näher
vor. Haben Sie gewusst, dass sie dort einen kommerziell nutzbaren, grossen
Heilkräuteranbau betreiben?
Das neue Haus der Nachbarn ist im letzten Dezember fertig gestellt und bezogen
worden. Wir zeigen es Ihnen im Bild.
Eine ausführliche Tabelle mit vielen Wandervorschlägen soll Ihnen zum Planen
einer zukünftigen Tour dienen. Vielleicht werden Sie auf einer solchen auch ein
paar jener Vögel beobachten können, über welche wir in der Zeitung berichten.
Während der vergangenen Saison haben wir aussergewöhnlich viele Zuschriften
erhalten. Wir möchten den Schreibenden an dieser Stelle herzlich danken dafür.
Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen der Gitschener Post.
Christof Müller-Duvoisin
Kneiwies
Ein Heimet mit Zukunft
Das Heimet Kneiwies auf Gitschenen ist ein markanter Platz auf der Alp. Am
Rundweg gelegen, ca. 10 Minuten von der Seilbahn entfernt, kennen viele
Besucherinnen und Besucher den Hof der Familie Furrer auf rund 1600 Meter über
Meer. Zwei Wohnhäuser, ein Stall, ein Gaden und ein bunter Kräutergarten bilden
zusammen eine kleine Siedlung.
Ein Blick in die vergangenen 125 Jahre zeigt, dass dieser Ort eine interessante
Geschichte hat. Es fängt schon beim Namen an. Im Laufe der Zeit haben sich für
ein und denselben Bergbauernbetrieb verschiedene Schreibweisen entwickelt. Bis
1936 war im Grundbuch der Eidgenössischen Landestopographie „Kneuwis“
eingetragen. Die Bezeichnung wechselte danach zu Chneuwis. So ist es auch auf
der kürzlich erschienenen neuen Urner Wanderkarte (Blatt Urnersee) vermerkt. In
der Mundartsprache heisst das Heimet ganz einfach Chneiwis, in der Amtssprache
Kneiwies.
Um 1880 kaufte Alois Gisler (Bärchi Wisi) von Joseph Arnold (Holzschuenis) Alp
und Berg Kneiwies und das damit verbundene Alprecht auf Bolgen. Bärchi Wisi
hatte zuvor schon die Schwendi (wo er wohnhaft war) und das Lanzigschwand
erworben. Zudem war er im Besitz des Berggutes Schwybalm und der nahe gelegenen
Alp Geissboden. Die damalige Schwybalm ist der untere Teil vom heutigen
Kneiwies, beim Kneiwies-Port nahe dem Wohnhaus der Familie Aschwanden.
Das Kneiwies um 1880 - also in der Bauzeit des Gotthard Eisenbahntunnels -
bestand zum grossen Teil aus Alpland und hatte nur einen geringen Anteil
Heuland. Die Gebäude (Hütte und Stall) waren demzufolge auf den Alpbe-trieb
ausgerichtet. Die Familie Gisler wohnte in den Gebäuden der Schwybalm, wo ein
relativ geräumiges Wohnhaus und ein grosser Stall vorhanden waren. Das Leben auf
der Alp war damals um einiges rauer als heute. Technische Hilfsmittel standen
keine zur Verfügung. Alles hing von der harten Arbeit der Hände ab.
Erste fotografische Dokumente geben einen Eindruck, wie es Anfangs des 20.
Jahrhunderts auf der Alp ausgesehen hat. Die Gebäude waren aus schweren
Holzplanken gebaut, die Wege bestanden nur aus schmalen Steinpfaden und das Vieh
ist viel stämmiger als das Braunvieh von heute.
Joseph und Augustin Gisler, die beiden Söhne von Alois, bewirtschafteten die
verschiedenen Liegenschaften als Betriebsgemeinschaft. Als Joseph im Jahre 1906
nach Udligenswil zog, ging sein Besitz an seinen Bruder Augustin.
1915 erschütterte eine Tragödie die Schwybalm. Die gefürchtete Zingel-Lawine
begrub den Stall und das Vieh in den Schneemassen. Man war gezwungen, ins
Kneiwies umzusiedeln. Die Alp-Gebäude wurden soweit ausgebaut, dass sie auch im
Winter bewohnbar waren.
Das Wohnhaus in der Schwybalm wurde fortan zu Ferienzwecken meist an Basler
Familien vermietet. Denn das Wohnhaus galt als wintersicher. Alte Ofenkacheln
waren mit Jahreszahlen aus dem 18. Jahrhundert versehen. Doch die Lawinen sind
unberechenbar: Im Winter 1945 wurde es ebenfalls von den niederstürzenden
Schneemassen zerstört.
Bis 1937 führten die drei Söhne von Augustin – Augustin jun., Franz und Alois –
die verschiedenen Liegenschaften als Familienbetrieb. Bei der Teilung ging das
Kneiwies samt Alprecht an Alois. Seit dieser Zeit ist das Kneiwies ganzjährig
bewohnt. Alois Gisler verkaufte 1945 das Alprecht Bolgen an die Gebrüder
Ziegler, Flüelen, welche damit Alleinbesitzer wurden.
1967 erwarb Tochter Käthy das Kneiwies von ihrem Vater Alois. Gemeinsam mit
ihrem Mann Toni Furrer wurden verschiedene Gebäudesanierungen durchgeführt. Der
Anteil Heuland wurde soweit vergrössert, dass fast nur noch eigenes Vieh
gesömmert wird. Die insgesamt 15 Grossvieheinheiten im Winter und rund 25
Grossvieheinheiten im Sommer setzen sich aus Kühen, Mais- und Zeitrinder,
Kälbern, Ziegen und Schafen zusammen. Käthy und Toni Furrer-Gisler betreiben im
Wohnhaus eine Ferienwohnung, bieten „Schlafen im Stroh“ an und bauen Kräuter für
den schmackhaften und beliebten „Urner Kräutertee“ an. In Führungen vermittelt
Käthy allen Interessierten Wissenswertes zu Natur und Hof.
Antonia Furrer, die zweitälteste der sechs Töchter, bewohnt mit ihrem Mann Armin
Bissig und den Kindern Sämi, Florian und Leila das zweite Wohnhaus auf dem
Grundstück. Vor allem im Sommer packen sie bei den anfallenden Arbeiten kräftig
mit an. Ihr Ziel ist es, den Hof weiterzuführen. Die junge Familie hat das
Kneiwies bewusst und mit Überzeugung zu ihrem Zuhause gemacht und wird in naher
Zukunft ein neues Kapitel der Kneiwies-Geschichte schreiben.
Von Käthy Furrer-Gisler, Gitschenen Isenthal



Mehr zum Namen „Kneiwies“
In der Gitschener Post vom Frühling 1998 veröffentlichten wir den Artikel
„Sonnenterasse Gitschenen - wie heissest du noch?“ von Isidor Truttmann (siehe
www.gitschenen.ch/gipo1998F.htm). Der Autor schreibt darin über die
Entstehung und Bedeutung von diversen Ortsbezeichnungen und Flurnamen im
Isenthal. Wir wiederholen hier den Abschnitt zum Heimwesen „Kneiwies“.
Das Heimwesen „Chneuwies" gibt dem Namenforscher einige Rätsel auf, denn die
Schreibweise lautet auch: Kneuwys, Chneiwies, Kniebeis, Kneibos, Kneiwies oder
Kniwies. Die sprachliche Erklärung besagt, es bedeute eine breite, steile
Stelle, die zwei Waldteile trennt, leicht muldenförmig. Der erste Teil des
Namens soll von „Knie" abgeleitet sein und bezeichne eine nicht leicht zu
begehende, eben die Knie beanspruchende Stelle (wegen Sumpfboden oder
Steilheit). Ähnliche Namen in Anlehnung an den Begriff Knie finden sich übrigens
auch in Flüelen und Spiringen. Eine andere Deutung bezeichnet den Ort als Wiese
des Kneu oder Chnei, was ein altgermanischer Eigenname sein soll.
Kräuter vom Kneiwies
Beginn des kommerziellen Kräuteranbaus im Kanton Uri
1982 gründeten mehrere Urner Bauernfamilien die „Interessengemeinschaft
Kräuteranbau des Kantons Uri“. Zwölf Betriebe versuchten sich zum ersten Mal im
Frühjahr 1982 als Kräuterpflanzer, unter ihnen das Kneiwies auf Gitschenen. Auf
Klein- und Kleinstflächen wurden 13 verschiedene Heilpflanzen gesetzt oder
gesät.
Unterstützt wurden wir in der dreijährigen Versuchsphase von der Firma Ricola AG
in Laufen als Abnehmerin mit Preiszuschlägen und von der Caritas Schweiz mit
einer Defizitgarantie. Nach Ablauf der Versuchsphase bereinigten wir das
Sortiment auf sechs Heilpflanzen, die sich nach unseren Erfahrungen für unser
Gebiet am besten eigneten.
Urner Kräutertee
Anfänglich lieferten wir alle getrockneten Teekräuter der Ricola ab. Der
Vorstand der Interessengemeinschaft organisierte die Abnahme und die Ablieferung
und erstellte auch für jeden Pflanzer eine Abrechnung.
1988 entschloss sich die Interessengemeinschaft Kräuteranbau einen Urner
Kräutertee zu kreieren, um so eine höhere Wertschöpfung für unsere Produkte zu
erreichen.
Dies brachte natürlich mehr Arbeit und höhere Ansprüche an die Flexibilität und
die Zeit. Die zeitliche Belastung der Frauen, welche die Kräuter verpackten,
stieg an. 1998 verpackten wir etwa 80 kg Teekräuter in Säckchen zu 20 und 40
Gramm.
Zu Beginn übernahm die Caritas Schweiz die gesamte Menge des Tees. Nachdem sie
aber im Winter 1995 Absatzprobleme mit unserem Kräutertee hatte, waren wir
gezwungen, neue Abnehmer zu suchen. Eine Umfrage bei Geschäften im Kanton Uri
erbrachte ein positives Resultat. Im Herbst 1996 konnten diese Geschäfte zum
ersten Mal mit Urner Kräutertee beliefert werden.
Die Absatzchancen von Teekräutern sind sehr gut, die Nachfrage ist steigend. Wir
könnten zurzeit ohne grosse Werbung mindestens das Doppelte an Kräutertee
absetzen!
Anbau von Heilkräutern beim Kneiwies
Während der dreijährigen Versuchsphase bauten wir die folgenden Kräuter für eine
kommerzielle Nutzung an: Schafgarbe, Spitzwegerich, Eibischwurzel, Ringelblumen,
Malve-Blätter.
Heute beschränken wir uns hauptsächlich auf: Pfefferminze, Frauenmantel,
Malvenblüten.
Wir verwenden 2.5 Aren = 250 m2 als Anbaufläche. Sie ist leicht gegen Süd-Osten
geneigt. Das Erdreich besteht aus lehmigem Mergel.
Der Anbau richtet sich nach den Richtlinien des naturgemässen Anbaues von
Heilkräutern. Wir verwenden nur Hofdünger und Mist im Herbst, keine chemische
oder leichtlösliche Dünger und keine Herbizide oder Fungizide.
Zum Ernten schneiden wir die Kräuter mit der Rasenschere. Frauenmantel können
wir pro Saison vier bis fünf Mal schneiden, Pfefferminze nur einmal. Das
geschnittene Erntegut sammeln wir in Körben, Harassen oder in einem Wäschekorb.
So können wir dieses problemlos reinigen.
Pro Are rechnen wir mit einem Arbeitsaufwand von etwa 25 bis 30 Stunden. Die
Zeit ist abhängig von den Pflanzen und der Bewirtschaftung.
Wir dürfen die Pflanzen nur im trockenen Zustand ernten. Wir müssen sie an einem
luftigen, schattigen Ort zwi-schenlagern. Dies kann zum Beispiel ein Estrich
oder ein leerer Heuraum sein, nicht aber ein Raum über einem Stall wegen eines
etwaigen Fremdgeruchs.
In Trocknungstürmen werden die Kräuter getrocknet und danach in sauberen
Papiersäcken an einem trockenen Ort gelagert.
Für die Ablieferung von Kräutern an Ricola konnten wir pro Are etwa mit Fr.
400.- bis Fr. 500.- Ertrag rechnen. Da für Tee strengere Qualitätsansprüche
gelten, rechnen wir hier mit etwa Fr. 1000.- Ertrag pro Are.
Die Interessengemeinschaft verpackt das Endprodukt in Form von unverschnittenen,
getrockneten Kräutern, bestehend aus Pfefferminze, Zitronenmelisse,
Frauenmantel, Malvenblüten, Ringelblumen sowie Goldmelisse in Cellophansäckchen
zu 20 und 40 Gramm.
Den Urner Kräutertee können Sie bei Familie Furrer Gitschenen oder im Dorfladen
Isenthal kaufen. Sonstige Verkaufsstellen erfragen Sie bitte bei Familie Furrer,
Telefon 041 878 11 33
Von Käthy Furrer-Gisler, Gitschenen Isenthal

Specht „verunstaltet“ Baum
Neulich haben wir auf der Schrindi den hier abgebildeten Baum entdeckt und
uns natürlich darüber Gedanken gemacht, was mit ihm geschehen sein könnte.
Freunde haben an die Vogelwarte Sempach geschrieben und die folgende Antwort
erhalten:
Die Holzbearbeitung dürfte auch nach unserer Einschätzung vom Schwarzspecht
stammen. Andere Vogelarten kommen dafür nicht in Frage. Das Ausmass der Löcher
deutet darauf hin, dass wahrscheinlich mehrere Individuen am Werk waren,
vielleicht eine ganze Schwarzspecht-Familie.
Matthias Kestenholz, Vogelwarte Sempach
Unter www.vogelwarte.ch haben wir folgende Beschreibung zum Schwarzspecht
gefunden:
Der Schwarzspecht erreicht die Grösse einer Krähe. Diese Art ist recht
ruffreudig und verfügt über eine ganze Reihe von Lautäusserungen, die man oft
über Hunderte von Metern hört. Ausgedehnte Wälder, besonders in mittleren
Höhenlagen, mit vielen alten, starken Stämmen bilden den Lebensraum dieser
Vogelart. Jedes Paar beansprucht ein Revier von oft mehreren Quadratkilometern
Grösse. Der Schwarzspecht verzehrt vor allem Käfer und deren Larven, die im Holz
und unter der Rinde leben, sowie holzschädigende Ameisen. Gerne zerhackt er mit
seinem kräftigen Schnabel auch morsche Holzstümpfe. Für den Höhlenbau, von dem
später verschiedene andere Vogelarten oder auch Fledermäuse profitieren werden,
suchen sich die Schwarzspechte eher morsche, dicke Bäume aus. Der Bau der rund
50 cm tiefen Höhle wird vorwiegend vom Männchen ausgeführt und dauert rund 2-4
Wochen. Auch bei der Jungenaufzucht übernimmt das Männchen die Hauptarbeit:
Tagsüber lösen sich die Partner alle 1-3 Stunden beim Brüten ab, nachts
übernimmt das Männchen die Aufgabe alleine. Es bewacht später auch die Jungen
während der Nacht und entfernt den Kot aus der Höhle.

Ein neues Heim auf Gitschenen
In der letzten Gitschener Post mussten wir vom Brand im März 2004 des Hauses
der Familie Aschwanden auf Gitschenen berichten. Die Familie erhielt nach dem
Unglück viel Unterstützung von nah und fern. So konnte sie, währenddem ein neues
Heim geplant und gebaut wurde, in einem nahe gelegenen Ferienhaus wohnen. Das
Militär half beim Wegräumen der Trümmer. Eine Gruppe junger Leute half beim
Wiederaufbau.
Im April kam klein Wendelin zur Welt. Im Dezember, kurz vor dem Weihnachtsfest,
konnte die Familie nach einer Bauzeit von bloss etwa einem halben Jahr das neue,
schöne Haus beziehen.
Wir wünschen der Familie viel Glück und Gottessegen im neuen Heim!

Frühstücksbuffet am Samstag
Mit dem Start der Saison 2005 hat das Gasthaus erfolgreich den „Gitschener
Samstagsbrunch“ eingeführt. Diesen möchten wir auch in der kommenden Saison
wieder weiter führen. aufnehmen. Der Brunchbuffet ist offen jeden Samstag von
08.00 bis 11.00 Uhr in der Sommersaison. Wenn Sie teilnehmen möchten, melden Sie
sich bitte vorhergehend an.

Das Buffet bei Ihrem Eintreffen.
Schlacht am Buffet
Es kann vorkommen, dass nach dem Weggang der Gäste der Frühstückstisch so
aussieht. Für die Serviertochter ist dies dann nicht unbedingt ein „grosser
Aufsteller".

„Vocal-Ensemble“ aus Baar
Das fröhliche „Straw Hat Quartett“ besuchte das Gasthaus Gitschenen für ein
Singweekend. Die vier Männer haben am Abend unsere Gäste mit ihren Liedern
unterhalten. Vielen herzlichen Dank für die tollen Einlagen – ihr habt uns zu
Tränen gerührt!

Wetterfrosch auf Abwegen
Die Muotathaler Wetterfrösche
Die Muotathaler Wetterfrösche sind im Verein „Innerschwyzer Meteorologen“
zusammengeschlossen. Sie halten jährlich im Frühling und im Herbst je eine
Generalversammlung ab (siehe: www.muotathal.ch).
Es wird dann ein Rückblick auf die vergangene Saison gemacht und es werden die
neuen Prognosen der einzelnen Wetterfrösche für die kommende Saison
veröffentlicht. Die Meteorologen erhalten schliesslich rückwirkend Punkte und
werden rangiert.
Wetterfrosch Martin Horat zu Besuch auf Gitschene
Im Mai 2005 besuchte Martin Horat, einer der bekannten „Muotathaler
Wetterfrösche“ Gitschenen. Natürlich wollten wir von ihm wissen, wie sich denn
das Wetter für Gitschenen im Sommer 2005 präsentieren werde. Er kündigte uns
einen nassen, schlechten Sommer an.
Allgemeine Prognosen für den Sommer 2005 von Wetterfrosch Martin Horat
Mai: Bis Mitte schön zum Teil auch Regen, warm. Zweite Hälfte zu nass, spärlich
mit der Sonne. Am 15. muss die kalte Sophie die Haare an den Beinen nicht
rasieren und salben, da sie vor Hitze abbrennen.
Juni: Vor Mitte wüchsiges Wetter, frühe Alpauffahrten. Bis ca 25. Seichwetter.
Nachher schön und schwül.
Juli: Bis etwa 12. heiss, stellenweise eine Dürre. Nachher gibt's den ganzen
Monat wenig schöne Tage mehr. Am Abend des 20. haben die Wanderer keinen
trockenen Faden mehr am Leib, nass.
August: Am 1. noch Regen. Darauf folgend etwas besser, aber die Sonne verbirgt
sich öfter hinter den Wolken. In den letzten zehn Tagen, ich sage es zwar nicht
gerne aber in den oberen Regionen gibt 's Schnee.
September: Bis zum 20. einen schönen Herbstmonat. Am 8. bewölkt und Regen. Ende
viel Nebel aber angenehme warme Witterung.
Oktober: Anfangs kann der Syti Domini in Schwyz seine Trauben bei Sonnenschein
pflücken. Vor dem 20. zum Teil Bodennebel. Am Morgen des 12. in höheren Lagen
Reif.

Zusammenfassung
Der Sommer wird zu nass. Im Herbst können die Heissen - Hösli noch lange
getragen werden, weil es warm bleibt.
Nun, der Sommer ist vorbei und …
Der Wetterverlauf des Sommers zeigt, dass der Wetterfrosch ziemlich gut
vorausgesagt hatte. Leider litt Gitschenen dieses Jahr wirklich sehr unter
schlechtem Wetter. Wir geben dem Prophet 100 Punkte.
Gitschenen im Winter
Wie er so ist, der Winter auf Gitschenen
Der Winter in Gitschenen kann schon viel zu früh beginnen. Es kann bereits im
Oktober einwintern. Viel Schnee behindert das Vorwärtskommen, die Schulkinder
haben einen beschwerlichen Schulweg. Oft herrscht Lawinengefahr, man darf dann
auf Gitschenen keine grossen Sprünge unternehmen (wir haben mehrere Male in
früheren Ausgaben der Gitschener Post über Lawinen und ihre Gefahren berichtet.
Siehe: www.gitschenen.ch/gipo.htm ). Und es gibt oft, viel mehr als im Sommer,
starke Stürme. Erst im April / Mai kommt jeweils die Erlösung vom Winter und es
beginnt langsam wieder zu grünen.
Im Gasthaus Gitschenen wird es ab Spätherbst sehr ruhig. Weil zwischen November
und April nur noch wenig Besucher hoch kommen, bleibt das Gasthaus unter der
Woche geschlossen.
An schönen Wochenenden hingegen kommen viele Ski- und Skitourenfahrer hoch.
Neuerdings ist auch Schneeschuhwandern sehr beliebt geworden
Manchmal aber werden im Gasthaus gemütliche Feste gefeiert, Kurse abgehalten,
Firmenanlässe und Seminare, sowie auch Genossenschaftsversammlungen
durchgeführt.
Eigentlich ist der Jahreszeiten-Rhythmus auch für Gitschenen sehr gut. Die Natur
bestimmt den Lebensablauf der Bewohner. Sie ruhen sich im Winter von den
Sommerstrapazen aus und haben viel Zeit für ihre wartenden Hausarbeiten.
Glücklicherweise ist Gitschenen heute im Winter nicht mehr so abgeschieden wie
früher. Dies ist der vom Schnee geräumten Strasse, der Luftseilbahn und dem
vorhandenen Pistenfahrzeug zu verdanken.

Schneeschuhwandern
Schneeschuhwandern liegt im Trend. Die Nachfrage nach lawinensicheren Wegen
ist entsprechend gross. Mit einer neuen Rundtour auf Gitschenen wird nun diesem
Anliegen nachgekommen. Die Tour – mit Blick auf das Gitschener Bergpanorama –
führt über offenes Gelände und durch den Wald. Der Schneeschuh-Rundweg ist mit
Schildern und schwarz-gelben Stangen sehr gut markiert. Die Route führt von der
Seilbahn zur Bergstation des Skilifts, weiter zum Rüteli und zur vorderen
Schrindi. Von dort sind es nur noch ein paar Meter bis zum Aussichtspunkt. Der
Weg führt durch den Wald zurück zum Skilift. Die Tour ist auch für Anfänger
geeignet und dauert rund 1.5 Stunden.
Das Wandern in der verschneiten Bergwelt ist ein Erlebnis. Mit etwas Glück kann
man Rehe, Gämsen oder Schneehasen beobachten. Zudem wird etwas für die Fitness
getan.
Bei der Seilbahn Bergstation können Schneeschuhe gemietet werden.
Vögel im Winter auf Gitschenen - Schneesperling
Im Winter ist es sehr ruhig auf Gitschenen. Da freuen wir vom Gasthaus uns
immer wieder auf den Besuch von Wintervögeln. Manchmal besuchen uns bis zu 100
Schneefinken. Wir haben für sie einen Futterplatz aufgestellt. Sobald es Tag
kommen die Schneefinken. Sie fressen vor allem morgens und dann am Nachmittag
wieder vor dem Eindunkeln. Bei schlechterem Winterwetter kommen sie eher und in
grösserer Anzahl zu Besuch. Bei schönem Wetter bekommen wir sie kaum zu Gesicht.
Diese Finken sind eher scheu und etwas nervös.
Unter www.berge2002.ch haben wir folgende Beschreibung zum Schneefink oder
Schneesperling gefunden:
Der Schneefink gehört zur Familie der Sperlinge (Spatzen) und sollte deshalb
besser Schneesperling genannt werden. Er ist ein ausgesprochener Gebirgsvogel,
seine Brutorte liegen in der Schweiz mit wenigen Ausnahmen zwischen 1800 und
3000 m. Mit seinen weissen Schwanzkanten und weissen Flügelpartien ist er im
Flug leicht zu erkennen. Oft hält er sich in der Nähe von Bergrestaurants oder
Skiliftstationen auf, wo er auch im Winter noch anzutreffen ist. So entwickelt
er sich immer mehr zum Kulturfolger und ernährt sich, nebst Insekten und
Sämereien, von Zivilisationsabfällen. Der Schneesperling brütet in Felsklüften,
aber auch in Nischen und Hohlräumen an verschiedensten Konstruktionen wie
Gebäuden aller Art, Lawinenverbauungen oder Stationen und Masten von Skiliften.
In der Schweiz ist der Schneesperling nicht gefährdet und weist einen stabilen
Bestand von 4000-8000 Tieren auf.
Vögel im Winter auf Gitschenen - Alpenbraunelle
Eine andere Vogelart, welche wir im Winter auf Gitschenen beobachten können,
ist die Alpenbraunelle. Es kommen jeweils 6 bis 8 Stück aufs Mal. Sie
übernachten beim Haus unter dem Dach. Diese Vögel sind weniger schreckhaft und
können besser beobachtet werden.
Unter www.vogelwarte.ch haben wir folgende Beschreibung zur Alpenbraunelle
gefunden:
In der Schweiz brütet der Vogel meist in Höhenlagen zwischen 1800 und 3000 m,
selten tiefer. Die Alpenbraunelle liebt Blockfelder und felsiges Gelände, sucht
ihre Nahrung aber auch auf den blumenreichen alpinen Rasen. Ausserhalb der
Brutzeit streift die gesellige Alpenbraunelle meist in kleineren Trupps umher.
Sie ist dank ihrem recht kräftigen Körperbau sehr winterhart und kann auch in
der kältesten Jahreszeit in Höhen bis zu 2500 m ausharren. Dabei sucht sie gerne
die Nähe des Menschen auf, denn gerade in Skigebieten und Bergdörfern fallen für
die genügsame Alpenbraunelle oft einige Brosamen ab.

Zwei Blaumeisen sind beim Gasthaus Winterdauergäste. Sie können oft an der
Südseite des Gasthauses beobachtet werden.
Mit den Skiern von Gitschenen auf den Brisen
Erneut geriet das Vorhaben, eine Skitour von Gitschenen auf den Brisen zu
unternehmen, in Gefahr, drohten doch schon ab den späteren Vormittagsstunden
Nassschneelawinen. Zudem wurde eine weitere Temperaturerhöhung angesagt. Wir
wollten unsere Chance jedoch packen und waren deshalb schon am Mittwoch kurz vor
sieben in Sankt Jakob, um mit der ersten Seilbahn nach Gitschenen hinauf zu
fahren.
Ein freundlicher, blauer Himmel wölbt sich über die in der Höhe immer noch stark
verschneiten Urner Berge. Vor uns liegt das enge Tal, durch das wir zum Brisen
aufsteigen wollen. Links erheben sich als steile Hörner der Alpeler, der
Maisander und der Hoh Brisen. Rechts steht der lange Kamm des Riseten-Stockes.
Von beiden Seiten sind zahlreiche Lawinen niedergegangen. Allerdings berühren
sich die Lawinenkegel beider Talseiten nur an einer ein-zigen Stelle. Neugierig
prüfen wir den Schnee. Über Nacht hat sich die Oberfläche verfestigt. Leider
nicht ganz im gewünschten Mass. Hingegen ist die bedrohlichere
Risetenstock-Seite so stark entladen, dass grosse Teile der Abhänge bereits aper
sind. Wir dürfen die Tour angehen, aber so, dass wir vor den Lawinen talwärts
fahren.
Wir kleben die Felle auf die Ski. Ich versorge die Jacke und ziehe die
Sonnenbrille an. Mein Begleiter Thomas hat es einfacher. Er macht Schlitzaugen –
dieselben, wie wenn er lacht. Offenbar hat diese Methode seiner Sehkraft nicht
geschadet, denn er sieht rechts, hoch oben Tiere, die ich erst erkenne, nachdem
er mir deren Standort genau erklärt hat. Sind es Gämsen oder Steinböcke? Später
sieht er in einem Lawinenfeld einen Ballon und hält Nachschau, ob eine Karte
daran befestigt ist. Er befreit die festgefrorene Ballonschnur – ohne Karte dran
– und schon steigt die orange Kugel zügig in den blauen Himmel.
Übrigens: Die Tiere von vorhin waren Gämsen. Wir kreuzen jetzt ihre frische
Spur. Noch in einer anderen Hinsicht sind wir Fährtenleser. Wir finden einige
ältere Skispuren, die bei guten Bedingungen gezogen wurden, und drei gestrige,
die vom schlechten Schnee zeugen, und die da und dort mannshoch von neuen
Lawinen überdeckt sind. Im Wild Alpeli, wo wir kurz rasten, liegt ein Schäumchen
Neuschnee. Er fiel während des Gewitters von gestern Abend. Thomas spurt in
engen Kehren die Steilstufe hinauf zum Sattel zwischen Hoh Brisen und Brisen. Im
Sattel lassen wir die Ski zurück. Von hier führen überschneite, aber noch
erkennbare Fussabdrücke auf einen schmalen Grat aufwärts zum Gipfel des Brisen.
Beim Gipfelkreuz: Ein Händedruck und kurze Umschau. Das Wetter hat geändert.
Eine hohe Wolkendecke ist von Westen her aufgezogen. Die Täler sind mit
brodelnden Nebeln gefüllt. Gegen den Glärnisch hin erscheinen die Gipfel
bleigrau. Nur draussen im Alpstein stehen die Berge noch im Sonnenlicht. Um 10
Uhr sind wir wieder beim Skidepot, und bald darauf prüfen wir, wie der oberste
Hang zu befahren ist. Wir sind zufriednen. Der Deckel ist hier in der schattigen
Mulde nicht so ausgeprägt und dessen Einfluss wird vom Neuschnee noch gemildert.
So gelingen uns alsbald schöne Schlangenlinien. Es folgen ungünstigere Zonen,
die wir dennoch genussvoll finden, weil wir sie in langen Zügen befahren und
stets dort wenden, wo wir einen dazu geeigneten Platz erspüren. So beenden wir,
wie es das Lawinenbulletin verlangt hat, unsere Abfahrt frühzeitig.
Von Oskar Huber. Dieser Artikel ist am 3. Mai 1999 in der Neuen Luzerner Zeitung
erschienen.
Skiklub Isenthal
Der Skiclub Isenthal (SCI) ist ein Traditionsverein mit rund 230 Mitgliedern
aus dem ganzen Kanton Uri und einem breit gefächerten Trainings- und
Wettkampfangebot im Bereich Wintersport. Selbstverständlich ist der SCI nicht
nur in sportlicher, sondern auch in gesellschaftlicher Hinsicht sehr aktiv und
bietet seinen Mitgliedern das Jahr hindurch ein abwechslungsreiches Programm wie
Bergtouren, Klettertouren, Klubhock, das „Schinkenessen“, Clubrennen alpin und
nordisch, Skiweekends, getreu dem Motto: Leben & Erleben!
Schon seit vielen Jahren wird in Isenthal der Skisport gepflegt. Am 6. Dezember
1936 fanden sich 18 Skisport Be-geisterte zur Gründungsversammlung des SCI. Die
Hauptinitianten waren Franz Bissig und Karl Aschwanden. An der GV 1941 wurde mit
Severina Imhof, Bodmi bereits die erste Frau in den Vorstand gewählt. Da es zu
dieser Zeit an einem geeigneten Skigelände mangelte, legte der SCI seine
Hauptaktivität auf das Tourenwesen. Viele Jahre war man im Schweizerischen SSV
Tourenwesen führend und stellte gar 1970 und 1971 in der Kategorie C des SSV den
Sieger.
Das erste Clubrennen wurde im Jahre 1946 organisiert, 1959 wurde zum ersten Mal
ein Schülerrennen durchgeführt. 1960 trat der Club dem Schweizerischen
Skiverband bei und das Clubprogramm wurde um zwei Aktivitäten erweitert. Zum
einen wurde der „Gitschener Skitag“, zum anderen das „Freundschaftsrennen“ ins
Leben gerufen. An diesen beiden Anlässen beteiligen sich jeweils Mitglieder des
SC Seelisberg und des SC Attinghausen. Sie sind bis heute fester Bestandteil im
Jahresprogramm des SC Isenthal geblieben. Später kamen noch das Kinder- und
Schülerrennen dazu. Zu den Veranstaltungen gehört jeweils auch das gemütliche
„Absenden“ mit Preisverteilung im Gasthaus Gitschenen.
Als Gitschenen mit einer Seilbahn erschlossen wurde, wählten die Isenthaler
Gitschenen als ihr Skigebiet. Bald darauf wurde auf Gitschenen ein erster,
einfacher Skilift mit nur zwei Bügeln gebaut. Dank diesem Skilift gab es bald
gute Isenthaler Skirennfahrer. 1967 gelang es Käthy Furrer-Gisler alle vier ZSSV
Goldmedaillen zu gewinnen, weiter wurde sie zweifache USV Alpinmeisterin. Später
sprach man fast ein Jahrzehnt lang von Käthy Stäbler-Aschwanden. Sie wurde
Langlauf Schweizermeisterin, gehörte mehrere Jahre der Nationalmannschaft an und
sicherte sich sechsmal den USV Langlaufmeister-Titel.
Die Ziele des Vereins sind heute noch dieselben wie zur Gründungszeit; nämlich
Förderung und Pflege des alpinen Skisports und der Kameradschaft. Natürlich sind
im Verein auch Snowboard und andere Wintersportarten willkommen.
Der SCI bietet zurzeit ein komplettes Angebot in Skitechnik und Kondition für
JO. Konkret bedeutet das gezieltes Wettkampftraining in Slalom und Riesenslalom
und Betreuung an Wettkämpfen durch unsere Trainer. Weiter wird ein Kinderskikurs
angeboten mit dem Ziel, den Kindern „Plausch und Freude“ am Skifahren zu
vermitteln.
Von Antonia Bissig-Furrer, Isenthal

Bemerkung der Wirtin:
Die gemütlichen Stunden nach dem Absenden der Skirennen – in nur noch kleiner
Runde – möchte die Wirtin nicht missen. Es sind fröhliche Momente. Ich werde
wieder darauf achten, dass auch im kommenden Winter genügend „Röteli“ lagern.
Freundliche Begrüssung auf Gitschenen
Es ist bereits zur Tradition geworden, dass die Ankömmlinge auf Gitschenen
mit künstlerischen, lustigen, im Freien stehenden Überraschungen begrüsst
werden. Und es gibt jedes Jahr etwas Neues zu bewundern.
Dieses Jahr wurden die Gäste nicht nur von zwei Innerschweizer Originalen
empfangen, sondern auch von vielen lustigen Weidetieren.
Seien Sie gespannt drauf, wie Sie im Sommer 2006 auf Gitschenen willkommen
geheissen werden!
Betonskulpturen von Bärbel Kolberg
Bereits letztes und vorletztes Jahr durften wir uns an originellen, äusserst
lebendig wirkenden Betonskulpturen von Künstlerin Bärbel Kolberg erfreuen. Die
Künstlerin aus Norddeutschland stellt sie anhand von Abbildungen her (siehe:
www.kunstausbeton.de). Dieses Jahr hatten wir alle Spass an zwei Figuren von
ihr: „Rees Gwerder“ und „Bärti Denier“.
Bärti Denier „Zoogä-n-am Boogä“
Der seit langem weit herum bekannte Urner Liedersänger Bärti Denier (Jahrgang
1916) hat zusammen mit seinen Gesangsduos die Urnerlieder in die Welt getragen.
Seine Mimik und Gestik sind unübertrefflich. Sein Moto: „Ich machä dä Lytt gäärä
Fraid“.
1936 formierten sich Wisi und Bärti in Altdorf. Sie trugen Lieder aus ihrer
engeren Heimat vor, später auch gesungene Sketches. Bald wurden sie berühmt,
nicht zuletzt dank den legendären TV-Sendungen „Zum Goldige Leue“ und „Chämihütte“.
Es gab damals kaum ein Wunschkonzert, in dem sie nicht vertreten waren. 1969
musste Wisi gesundheitshalber aussteigen. Kari ersetzte ihn. Viele Lieder
stammen aus prominenten Federn, wie die des wohl bekannteste Urner Liedchens „Zoogä-n-am
Boogä“. Dann kam es zur Begegnung mit Ady Regli, gebürtiger Andermatter, dem man
viele Lieder in reinstem Urner Dialekt verdankt. Regli widmete dem Duett nicht
weniger als 25 Liädli.
1995 hat Bärti mit einem neuen Werk begonnen. Mit seinem Sohn Albert und Roby
Arnold studiert er wieder das Duett-Programm ein und geht abwechslungsweise
unter das Publikum. Er hat die Hoffnung, dass das von ihm gesammelte Liedgut
auch kommende Generationen erfreuen und von diesen weiter gepflegt werden wird.
Das Wirtepaar dankt Bärti für die schönen gemeinsamen Stunden auf Gitschenen und
seine schönen Liädli.


Rees Gwerder
Rees Gwerder war einer der wichtigsten Vertreter der urchig-traditionellen
Schweizer Volksmusik. Dank Gwerder sind viele alte Tänze in ihrer ursprünglichen
Ausdrucksweise erhalten geblieben und überliefert worden.
Sein Abbild verzückte bereits letztes Jahr die Besucher Gitschenens.
Gezöpfelt aus Weide
Für das Kreieren seiner Weidentiere hat Felix Buntschu eine eigene Technik
entwickelt, die mit „Korben“ wenig zu tun hat. Er zöpfelt die Ruten. Er nutzt
vor allem die Silberweide und die weinroten Ruten, die von Weiden aus Genua
stammen. Dies ist nahe liegend, denn Felix Buntschu zog aus der Schweiz ins
Piemont, um dort „sein Leben“ zu verwirklichen. Im November beginnt er mit dem
Schneiden der Weiden und arbeitet dann mit diesem traditionellen Werkmaterial
bis April / Mai. Seine Weidentiere sind zwar vergängliche Kunstwerke. Stehen sie
im Garten, dem Regen und der Sonne ausgesetzt, verrotten sie in wenigen Jahren.
Unter Dach allerdings haben die Tiere ein langes leben.
Einblicke in eine friedvolle Miniaturwelt
Schon zum zweiten Mal durften wir die idyllischen Miniaturen von Peter Gugg
auf Gitschenen im Alpenkunsthäuschen ausstellen. Peter Gugg lebt von seinen nach
ihm benannten „Guggchäschtli“. Er produziert kleine Kästen, in die man
hineingucken kann. Und drinnen im Kästlein sieht man die wunderschönsten
Bauernhäuser, von Obstbäumen umgeben, Holzstapeln vor der Scheune, Schindeln auf
dem Dach etc. Beim Betrachten kann man der Phantasie freien lauf lassen. So hat
die kleine zweijährige Grossnichte kürzlich gesagt, sie sehe im Stall jemand
beim Melken! Auf die Frage, ob er mit der Maschine oder von Hand melke, meinte
die Kleine: „er melkt mit der Maschine“.
Peter Gugg hat sein Atelier in Elgg bei Winterhur. Wir wünschen Peter Gugg
weiterhin viel Erfolg und Spass!
[Bild]
Der Holzschnitzer von Isenthal
In einer früheren Gitschener Post (Nr. 8 / Frühling / Sommer 2001) haben wir
den Betrieb von Peter Bissig (Holzschuhfabrikant) vorgestellt. Nun hat sein Sohn
Peter nach seiner Schreinerlehre die 3-jährige Schnitzerlehre in Brienz
abgeschlossen. Vater und Sohn können nun ein noch breiteres Angebot in Ihrer
Werkstatt anbieten. Ein Besuch ihres Betriebs, an der Strasse zur Seilbahn
Gitschenen, am oberen Dorfrand von Isenthal, lohnt sich bestimmt! Die Familie
Bissig würde sich darüber freuen.
Gitschenens Abgeschiedenheit – Betreuung und Selbsthilfe – früher und heute
Oft werden wir im Gasthaus Gitschenen darauf angesprochen, was wir denn
machen, wenn jemand krank wird. Die meisten Leute sind sich heute daran gewöhnt,
dass sie in unmittelbarer Nähe eines Spitals oder Arztes wohnen und jeder
Notfall sofort behandelt werden kann.
Bei uns in dieser Abgeschiedenheit braucht es natürlich eine gewisse Zuversicht
und Gottvertrauen. Oft muss man sich selbst zu helfen wissen, sei es mit
Wickeln, mit eigenen Hausmittelchen oder mit Medikamenten.
Auch die schwangeren Frauen sind während ihrer Schwangerschaft jeweils trotz der
Abgeschiedenheit zuversichtlich, dass alles gut gehen wird. Heute besteht ja
zudem immer auch die Möglichkeit, in einem Notfall den Helikopter der Rega
kommen zu lassen. Für diese Flüge sollte dann jedoch geeignetes Wetter sein.
Es gibt aber schon auch selten einmal ein schwererer Krankheitsfall, wo wir doch
einen Notfallarzt kommen lassen müssen.

Die ärztlich Betreuung von Gitschenen
Die ärztliche Betreuung von Gitschenen, wie überhaupt der ganzen Gemeinde
Isenthal, ist immer schon durch die Ärzte von Altdorf gemacht worden.
Hausbesuche sind allerdings wegen des langen Wegs jeweils etwas mühsam. Als es
die Fahrstrasse von Seedorf nach Isleten noch nicht gab, musste der Arzt mit
einem Schiff nach Isleten fahren und wurde dort vom Automobil (des Posthalters)
abgeholt. Die Rückfahrt musste meistens mit einem privaten Schiff erfolgen. Ich
erinnere mich, dass ich in den 40er Jahren oft meinen Vater bei Besuchen im
Isenthal begleiten durfte, dies besonders im schneereichen Winter, wo die Fahrt
von Isleten ins Dorf mit einem Pferdeschlitten erfolgte. Die Betreuung wurde
natürlich gewaltig erleichtert, als mit der Eröffnung der Strasse Seedorf –
Isleten (1951) nun die ganze Strecke mit dem eigenen Personenwagen erfolgen
konnte. Aber auch so war es noch recht mühsam, benötigt man doch für einen
Krankenbesuch auf Gitschenen zwei bis drei Stunden. Es war aber bekannt, dass
die Einwohner von Gitschenen (wie überhaupt von Isenthal) sehr vernünftig waren
und nie einen Arzt ohne wirklichen Grund anforderten.
Mit dem Ausbau der Strassen, auch der winterlichen Schneeräumung der Strasse bis
zur Seilbahn-Talstation, wurde die Arbeit natürlich auch für uns Ärzte
erleichtert. Mit der Einführung der Helikopterrettung gegen Ende der 70er Jahre
wurde die Betreuung von schweren Notfällen noch leichter.
Früher erfolgten fast alle Geburten im Kanton Uri im Wohnhaus. Seit den 80er
Jahren wird hauptsächlich im Spital geboren:
1960: 730 Geburten im Kanton, 525 = 72% Hausgeburten, 205 oder 28%
Spitalgeburten
1981: 435 Geburten im Kanton, 33 = 7.6% Hausgeburten, 370 oder 82.4%
Spitalgeburten
Der in Altdorf tätige Frauenarzt Dr. Max Jann (1905-1990) leitete zahlreiche
Geburten auf Gitschenen (zusammen mit der Hebamme von Isenthal).
Wir Ärzte haben das Gefühl, dass wir trotz des mühsamen, langen Wegs die
Einwohner von Gitschenen immer so gut wie möglich betreut haben. Es war mir
neulich eine grosse Genugtuung, in Gesprächen mit Einwohnern zu hören, dass sie
sich immer auf die Ärzte von Altdorf verlassen haben können und, dass notwendige
Hausbesuche auch in der Zeit des schlimmsten Ärztemangels (um 1965) gemacht
wurden.
Ich selber war oft für Krankenbesuche auf Gitschenen. Zwei Besuche sind mir
besonders gut in Erinnerung geblieben. Am 24. Februar 1980 wurde ich von der
Rettungsflugwacht (die damals noch keine eigenen Ärzte in Erstfeld hatte)
mitgenommen zu einem schweren Ski-Unfall oberhalb Gitschenen. Der Verunfallte
wurde mit dem Heli ins Spital Altdorf geführt.
Unvergesslich ist mir auch ein von mir organisierter Rettungsflug der Rega vom
4. Juli 1978. Ein 19jähriger Bursche war auf einer Wanderung von Nidwalden nach
Gitschenen verunfallt. Ungefähr in der Mitte zwischen Passhöhe und Gitschenen
stürzte er auf die Schulter und konnte wegen äusserst starken Schmerzen nicht
mehr selber gehen. Eine Frau aus der Gruppe rannte so schnell wie möglich zum
nächsten Telefon (auf Gitschenen) und berichtete mir. Ich vermutete, dass eine
Schulterausrenkung vorlag. Ich fuhr mit dem Helikopter zur Unfallstelle. Dort
bestätigte sich mein Verdacht auf eine Schulterausrenkung (mit starken
Schmerzen). Ich spritzte ein schmerzstillendes Mittel und konnte darauf die
Schulter wieder einrenken. Der Mann war überglücklich. Er konnte nun doch am
Fest im Gasthaus Gitschenen teilnehmen und wie geplant dort übernachten.
Von Dr. Rolf Diethelm, Altdorf
Heilpflanzenapotheke Gitschenen
Als Jugendliche bildeten wir drei Schwestern mit Nachbarsmädchen, Freundinnen
und ab und zu ein paar Jünglingen einen Clan. Viel haben wir gemeinsam gemacht,
so auch jeweils mindestens zwei Wochen Ferien.
Unser Ehrgeiz war, irgendwo in den Bergen eine möglichst primitive Hütte
ausfindig zu machen, wo wir zwar noch Verbindung zur Zivilisation hatten, auch
wenn wir dafür vier, fünf Stunden ins Dorf und wieder zurückgehen mussten, um
uns zu verpflegen.
Dass sich eines von uns in irgendeiner Art und Weise verletzten oder krank
werden konnte, damit befassten wir uns keine Sekunde. Was aber hätten wir für
Möglichkeiten gehabt, wäre solch ein Fall doch einmal eingetreten?
Von einer Mutter geboren, die uns mit Wickeln und allerlei anderen
Hausmittelchen gross gezogen hat, wusste wenigstens ich, die jüngste von uns
Schwestern und schon damals interessiert an allem was mit Pflegen und Heilen zu
tun hatte, doch das eine und andere. Heute wäre das anders. Seit Jahren
unterwegs mit Heilpflanzen, komme ich nicht mehr so schnell in Verlegenheit und
weiss für fast alle Situationen ein Notfallmittel.
Als Flachländerin in den Bergen zu sein wie auf Gitschenen, fordert einen schon
gehörig heraus. Aber ich habe schnell gesehen, dass dort für fast alles ein
Kraut wächst. Allen voran meine bevorzugte Blacke. Für die meisten von uns ein
ganz und gar widerliches Unkraut, gerade gut genug, es zu vernichten. Für mich
eines der besten Not-fallmittel und fast überall zu finden. Seine
ausserordentliche Fähigkeit zu kühlen, macht sie zur besten Helferin, wenn man
zuviel Sonne erwischt hat. Sei es bei Sonnenbrand, der mit einem Blackenblatt
sofort abgekühlt, nur halb so schlimm ist, seien es Kopfschmerzen, die ein
Blackenblatt auf der Stirn und auf jeder Fusssohle schnell lindert. Die
Bergwanderung beginnt oft viel versprechend, nur wenn sich Blase anzeigen,
dämpft das den Enthusiasmus doch rasch. Schnell ein Blackenblatt auf die heisse
Haut aufgelegt und bei jeder Möglichkeit wieder erneuert, lässt einem selbst mit
„ripsenden“ Schuhen eine Wanderung unbeschadet überstehen.
Hat einem eine Wespe gestochen, ist das nächste Kraut nicht weit. Der
Spitzwegerich bietet sich mit seinem lindernden und desinfizierenden Saft an.
Hat jemand Bauch-, Mensschmerzen, Blähungen oder gar Rückenweh, findet sich der
Breitwegerich am Wegesrand. Die dicken Nerven aus dem Blatt gezogen, zu einem
Knöllchen gerollt in den Bauchnabel gelegt, zaubert im wahrsten Sinne, das Übel
bald weg.
Durch Feld, Wald und Wiesen gewandert, über Zäune und Steine geklettert, bleibt
vielleicht der eine und andere Dorn im Finger stecken. Nun ist der Harz von
Tannen, Lärchen und Fichten gefragt. Ein Stück auf den Dorn geklebt und mit
einem Pflaster befestigt, zieht den Übeltäter rasch heraus.
Aber nicht nur Notfallmittel zur Sofortanwendung bietet Gitschenen an. Man
befindet sich wahrlich in einer Apotheke Gottes. Sei es die Arnika, die sowohl
äusserlich als Tinktur oder innerlich als Homöopathikum bei Verletzungen
angewendet werden kann, sei es das Johanniskraut, das man auch als Arnika der
Nerven bezeichnet und bei Depressionen, wie Nervenverletzungen zum Zuge kommt,
sei es die Ringelblume, angepflanzt in den Gärten, zur Wundheilung oder sei es
die Meisterwurz, ausgezogen in Schnaps gegen Magenbeschwerden, man kann alles
finden.
Selbst das Berufskraut, das einem gegen böse Besprechungen schützt, wächst auf
Gitschenen.
Die einzige Voraussetzung zur Gesundheit ist, man sollte die Pflanzen kennen und
wissen, wie sie anzuwenden sind. Etwas, was früher Überlebensnotwendig war, ist
wieder am Erwachen. Immer mehr Menschen möchten wieder mehr wissen über ihre
grüne Umgebung und so wird es auch möglich, dass wieder Freundschaft entsteht
zwischen Mensch und Natur.
Von Judith Degen, Frauenfeld
Seelsorge auf Gitschenen
Die Heimwesen auf Gitschenen gehören zur Pfarrei Isenthal. Die Seelsorger
mussten für Kranken- und Hausbesuche viel Zeit und Mühe aufwenden. Die alte
Seilbahn zu benützen, war oft auch ein Wagnis. Erst die neu erstellte Bahn
brachte Erleichterung.
Durch den leider allzu früh verstorbenen Kaplan Andreas Marzohl, Luzern, und den
Ortspfarrer wurden gelegentlich im neu erbauten Gasthaus oder im Freien
Gottesdienste abgehalten. Erst die 1994 erbaute Bergkapelle erlaubte im Sommer
vermehrt das Abhalten von Gottesdiensten. Sie wird auch als Tauf- und
Heiratskapelle benutzt. Das Glöcklein der Kapelle ruft zudem jeden Tag dreimal
zum Gebet. Einheimische, Touristen und Besucher von Gitschenen finden in der
heimeligen Betrufkapelle Gelegenheit zur Besinnung und Einkehr.
Krankenbesuche auf Gitschenen waren immer zeitaufwändig, gaben aber auch
Gelegenheit, mit den Leuten bei einem Gitschenerkaffee ins Gespräch zu kommen.
In besonderer Erinnerung bleiben mir die Besuche bei Vater Imholz (1896 – 1981),
der sehr viel, interessant und auch kritisch aus Vergangenheit und Gegenwart zu
erzählen wusste. Dafür musste ich immer einen halben Tag einplanen.
Nicht vergessen habe ich einen Versehgang nach Gitschenen. Beim „Schueni-Gusti“
war damals der „Bricker-Stini“ als Knecht tätig. Mit einem Brief per Post wurde
ich ersucht, dem erkrankten Knecht bald die Krankensakramente zu spenden. Als
ich am anderen Tag auf die Egg kam, und nach dem Kranken fragte, erhielt ich zur
Antwort, es gehe ihm etwas besser – er sei drüben im Stall und rüste das Futter
für das Vieh! Nachdem ich ihn dann seelsorgerisch betreut hatte, ging er wieder
an seine Arbeit zurück. Er starb dann allerdings acht Wochen später im Spital.
In der Zeit meiner Tätigkeit in Isenthal sind auf Gitschenen 15 Personen
verstorben, die zusammen ein Durchschnittsalter von 80 Jahren erreicht hatten.
Gesunde Luft und eine einfache Lebensart haben wohl zu solchem Alter
beigetragen.
Zu erwähnen ist noch, dass während meiner 50-jährigen Seelsorge in Isenthal auf
Gitschenen 19 Kinder geboren wurden und zwar 16 Mädchen und drei Knaben! Als
Vater Toni Furrer im Kneiwies seinen bisherigen fünf Mädchen mitteilte, dass sie
wiederum ein Schwesterchen bekommen hätten, meinte eines: „Das ist ja wunderbar.
Jetzt kann dann an jedem Werktag ein Mädchen dem Vater im Stall helfen und am
Sonntag macht das dann die Mutter.
Zur Aufgabe des Ortspfarrers gehört auch das Alpsegnen. Jedes Jahr nach der
Alpfahrt werden alle Alpen besucht und dabei Weihwasser, Menschen, Vieh, Ställe
und Weiden gesegnet. Kneiwies, Gitschenen, Geissboden, Sulztal und Horlachen
gehören dabei zur leichtesten Tour im isenthal. Der Segen der Kirche wird auch
jeden Abend im Betruf erneuert. Möge dieser Segen weiterhin über Gitschenen
walten.
Von Isidor Truttmann, Pfarr-Resignat, Isenthal
Unwetter im Isenthal
Am Sonntag 20. August 2005 begann es, vor allem entlang der Voralpen und
Alpen, leicht zu regnen. Der Regen verstärkte sich in diesen Gebieten
unaufhörlich. Am Mittag des Montags erreichte er ungewohnte, tropische Stärken.
Erst am Dienstag, nach über 30 Stunden unheimlichem, intensivstem Niederschlag,
hörte der Spuk endlich auf.
Das Unwetter richtete auch im Isenthal, vor allem im Grosstal, verheerenden
Schaden an. Am Montagabend kam von der Seilbahn Talstation der Bescheid, dass
das Gebäude und somit die Bahn in Gefahr sei. Kurz danach mussten die Einwohner
des Grosstals evakuiert werden. Fast gleichzeitig fielen der Strom und die
Telefonverbindungen aus. Die Mobiltelefone funktionierten nur an bestimmten
Stellen im Gelände. Wir waren von der Umwelt abgeschnitten!
Zu diesem Zeitpunkt wussten wir nicht, wie die Lage im Tal unten war. Diese
Ungewissheit war zum Verzweifeln.
Auf Gitschenen hatten wir zum Glück drei Hilfs-Stromgeneratoren zur Verfügung.
Jenes von Hermann Imholz teilten sich 2 Familien und das Gasthaus. Wir gaben das
Gerät jeweils nach 7 Stunden Betriebszeit weiter. Dank diesem Gerät konnten wir
die Esswaren in den Kühltruhen retten.
Am Dienstag kam der Bescheid, dass das Grosstal stark verwüstet sei und wir
weiterhin ohne Strom sein werden. Von der Gemeinde wurden weitere
Hilfsgeneratoren eingeflogen.
Etwas erstaunt stellten wir fest, dass diese Abgeschiedenheit auch ihre guten
Seiten hatte. Im Gegensatz zur winterlichen Abgeschiedenheit konnten wir uns
jetzt frei bewegen. Wir Nachbarn trafen uns deshalb öfters mal zu einem Schwatz
mit Kaffee und Kuchen. Und es gab ein gutes Zusammengehörigkeitsgefühl.
Ab Mittwoch waren einige Haushalte wieder telefonisch erreichbar. Ab
Donnerstagnachmittag wurde die Stromversorgung wieder eingeschaltet. Auch das
Telefon funktionierte wieder vollständig. Die Gemeinde Isenthal organisierte
Helikopter zum Einfliegen von Verpflegung und Hilfsgütern.
Mike Imholz befand sich während des Unwetters im Unterland. Als er nach Hause zu
Eltern und Betrieb wollte, musste er zu Fuss von der Klewenalp über die Berge
nach Gitschenen marschieren!
Frau Jauch und ihre Kinder wohnten während der ganzen Woche bei Verwandten im
Dorf. Am Wochenende hatten sie Gelegenheit, per Helikopter nach Gitschenen
zurück zu fliegen. Die Kinder mussten weinen: endlich waren sie !wieder zu
Hause.
Sobald der Strom wieder da war, verschwand unsere Lethargie, die Normalität
kehrte langsam wieder zurück und wir hatten wieder volle Motivation zum
Arbeiten.
Erst am Freitag wurde definitiv klar, dass die Seilbahn zum grossen Glück mit
einem blauen Auge davon gekommen war. Die hingeeilten Fachleute bestätigten,
dass die Gebäudefundamente der Talstation unbeschädigt waren.
Hingegen wurde die Talstrasse auf insgesamt etwa 1.5 km weggewaschen. Der
Schaden für die Gemeinde Isenthal war enorm hoch!
Leider musste das Gasthaus viele Reservationen und Besuchswünsche absagen.
Allerdings ist man auf grosses Verständnis gestossen und es gab viele nette
Sympathiebekundungen. Einige Gäste haben ihren Anlass auf nächstes Jahr
verschoben.
Die stark beschädigte Strasse konnte, dank einem intensiven Einsatz von vielen
Hilfskräften, der Schweizer Armee und von schweren Baumaschinen bereits am 3.
September 2005 wieder für den Verkehr freigegeben werden.
Eine Gruppe, welche in der problematischen Zeit eine Geburtstagsfeier angemeldet
hatte, spendete – aus Freude über die unerwartet schnelle Wiedereröffnung der
Strasse und der Möglichkeit, die Feier doch durchführen zu können - einen
namhaften Betrag an das Spendenkonto der Gemeinde Isenthal. Anstelle eines
Geschenkes spendeten die Gäste für die Strasse.
Ein anderer Gast spendete den zurückerhaltenen Kursbeitrag (Kurs musste abgesagt
werden) ebenfalls an die Gemeinde. Im Namen der Gemeinde danken wir herzlich
allen Spendern.
Bilder siehe:
www.gitschenen.ch/unwetter.htm
Die Gemeinde Isenthal benötigt noch viele Geldspenden zum Decken der
Unwetter-Kosten: Postcheque 60-14065-0, Gemeindekanzlei Isenthal, Vermerk
„Unwetter 2005“.


Auf die Seite gelegte Kabine der Seilbahn
Die Überschwemmung bei der Talstation der Seilbahn brachte Wasser und
Geschiebe bis zum Seilbahngebäude. Man musste eine Expertise über den Zustand
der Anlage machen lassen. Bis zu einem positiven Ergebnis durfte die Bahn ein
paar Tage lang nicht mehr in Betrieb genommen werden.
Das Bahnpersonal nutzte die Wartezeit für eine Revision der Gondeln.

Die guten Feen vom Gasthaus
Die diversen Mitglieder des Gitschener Personals stammen aus ganz
unterschiedlichen Regionen der Erde. Das verleiht dem Gasthaus einen „Duft der
grossen weiten Welt“ und gibt dem Betriebsablauf jede Menge positive Impulse.

Gitschener Kinder
Gitschenen wächst stetig: auf Gitschenen sind heute acht Kinder zu Hause.
Zusammen füllen sie eine Seilbahnkabine. Ihre Namen von oben nach unten:
Valentina, Domenica, Sämi, Antonella, Flori, Josef, Wendelin, Leila.

Vor 50 Jahren - Geldsammlung für neue Seilbahn Gitschenen
Vor 50 Jahren ist im Urner Wochenblatt der folgende Artikel zum Isenthal
erschienen.

Gefährlicher Schulweg
Es war im Winter 1940 / 1941 an einem kalten Wintertag. Wie jeden Morgen war
mein Vater bei der alten Seilbahn im Begriff seine fünf schulpflichtigen Kinder
ins Tal zu transportieren. Von der Talstation meldete sich eine Person mit dem
üblichen Klopfzeichen, um sich nach oben befördern zu lassen. Mein Vater war
somit gezwungen, auf die sonst bei solchen Verhältnissen vorgesehene Leerfahrt
zu verzichten. Um das nötige Gegengewicht zu erreichen, lud er seine fünf Kinder
ins talabwärts fahrende Seilbahngatter, genannt „Kiste“. Als sich die bergwärts
fahrende Kiste der Station näherte, bemerkte mein Vater, dass er wegen des total
vereisten Zugseils keine Bremswirkung auslösen konnte. Das mit einem Eispanzer
umgebene Zugseil glitt einfach durch das Umlaufrad. Dies hatte zur Folge, dass
die abwärts fahrende Last ungebremst in die Talstation krachte.
Während sich die fünf Kinder unverletzt aus dem Gefahrenbereich entfernen
konnten, spielten sich in der Bergstation dramatische Momente ab. Als die
bergwärts fahrende Kiste ebenfalls ungebremst in die Station donnerte, hielt das
Zugseil der Belastung nicht mehr stand, es wurde entzwei gerissen und die Kiste
setzte sich wieder talwärts in Fahrt; dies bevor sich die darin befindliche
Person - ein Bruder meines Vaters - in Sicherheit bringen konnte. Nach ca. 100
Metern gelang es meinem Onkel im allerletzten Moment sich mit einem Sprung aus
dem immer schneller werdenden Gefährt zu retten. Bis auf ein paar Schürfungen
war auch ihm nichts passiert. Sehr viel Glück für alle Beteiligten!
Dank der damals sehr guten Zusammenarbeit der Genossenschafter war es möglich,
die Seilbahn innert weniger Tage zu reparieren. Auch da war es ein Glücksfall,
dass sich das am Boden liegende Zugseil im Gestrüpp und in den Bäumen verfangen
hatte und somit die leere Kiste nicht auch noch in die Talstation donnerte,
sondern nach etwa 300 Metern zum Stillstand kam. Mit einfachen Mitteln und ohne
Motorkraft wurde die Kiste hochgezogen, das Zugseil repariert und alles nahm
wieder seinen Lauf wie zuvor.
Von Imholz Wendel

Anmerkung der Redaktion: Nur keine Panik! Die heutige Seilbahn fährt seit 1957
unfallfrei. Sie wird vorschriftsgemäss periodisch von Fachpersonal gewartet und
kontrolliert. Die Sicherheit der Bahnpassagiere ist jederzeit voll
gewährleistet.
Personalausflug

Echo
Kontrabass Kurs
Am Montag, den 25. Juli 05 komme ich mit Hansruedi nach ca.
zweieinhalbstündiger Autofahrt an der Talstation Gitschenen an. Unser Lehrer
Werner Reber ist bereits da. Er begrüsst uns mit: „Aha, die Winti-Fäger sind
auch schon da“. Für mich ist es das erste Basslager und ich bin sehr gespannt
auf die kommenden Tage.
Im Gitschenenbähnli wartet schon Ernst. Im ersten Moment habe ich gedacht, er
sei der Bähnliwart. Wir bringen unser Gepäck und laden das Bähnli. Das muss man
erst mal gesehen haben! Eine Gondelbahn vollgestopft mit Schwyzerörgeli,
Kontrabässen und 2 Personen. Die zweite Gondel bringt Werner und mich mit dem
restlichen Gepäck nach Gitschenen. Um 18.00 Uhr sind alle sieben Bassschüler im
Gasthaus Gitschenen besammelt. Beatrice, die Wirtin vom Gasthaus, begrüsst uns
mit einem Apéritiv und feinen Müüslichüechli. Nachdem sich alle beschnuppert
haben gibt es ein wunderbares Nachtessen und anschliessend erhalten wir bereits
die ersten zwei Basslektionen. Wir bilden eine bunt gemischte Gesellschaft aus
fünf Männern und zwei Frauen. Hans, unser Schüler aus dem schönen Tessin, bringt
sogar seinen Hund Niggi mit.
Werner gestaltet den Kurs sehr interessant und mit seiner charmanten und
gesprächigen Art fliegen die Lektionen nur so vorbei. Die Basslektionen dauern
immer von 9.00 – 12.00 Uhr und 13.30 – 16.30 Uhr. Wir üben Tonleitern, diverse
Marschchehrli, ganz neu und natürlich nur für Insider s’Josy-Chehrli,
verschiedene Begleitrhythmen und zu guter Letzt auch noch ein Basssolo. Na ja,
sobald ich auswendig weiss wo die verschiedenen Töne sind und meine „wilden
Finger“ mal am Griffbrett bleiben wird es sicher werden. Auf jeden Fall bin ich
zuversichtlich. Meinen Fin-gern geht es erstaunlich gut. Nichts von blutig oder
so…
Dass wir jeden Tag auf ganz originelle Art und Weise bewirtet werden soll
natürlich auch erwähnt sein. Man merkt, dass Beatrice alles mit Liebe
vorbereitet. Beim Frühstück fängt es bereits an. Auswahl in Hülle und Fülle. Vom
3 Minutenei über wunderbares Birnbrot, Fleisch, Käse, diverse Müesli und feine
Früchte. Nach so einem Frühstück ist man topfit für die ersten Basslektionen.
Liebe Beatrice, vielen herzlichen Dank für all die wunderbaren Köstlichkeiten
die du uns aufgetischt hast und auch herzlichen Dank für den täglichen Tee und
die Früchte für Zwischendurch.
Am Mittwoch erhalten wir Besuch von diversen Musikanten und es gibt einen
gelungenen Abend mit abwechlungsreicher Musik. Für die Einen endet der Abend am
frühen Morgen des nächsten Tages (habe ich leider nur vom Hörensagen
mitbekommen). Es muss hoch zu und her gegangen sein, aber da kann die
Schreiberin leider nicht mitreden.
So sind diese Tage flugs vorbei und schon wieder Vergangenheit. Ich denke sicher
noch lange daran zurück und habe beim Bass spielen immer Werner vor Augen .…
Lieber Werner, ich danke dir nochmals für deine Geduld und freue mich schon auf
ein anderes Mal. Ich denke dass es sicher nicht mein letzter Kurs bei dir
gewesen ist.
Auf diesem Weg grüsse ich nochmals alle Teilnehmer dieses Kurses und freue mich
auf ein eventuelles Wiedersehen.
I. N., Winterthur

Akkordzither Kurs
Zum achten Mal hatte Lorenz Mühlemann einen Ferienkurs für Akkordzither sowohl
für Anfänger als auch für Fortgeschrittene auf der Alp ausgeschrieben. So war
denn auch bei den 10 Teilnehmenden die Spannung beim Apéro am Montagabend enorm
gross, wie sich die Gruppe zusammensetzen möge. Ob dies mit der gewittrigen
Wetterlage zu tun hatte oder mit der bangen Frage, ob man den Anforderungen des
Spielens in der Gruppe überhaupt gewachsen wäre, sei offen gelassen. Aber nach
einer kurzen Einführung in den Alltag des Gasthauses legte sich vorerst die
Spannung. Munter plaudernd ging es zum Abendessen, bei dem uns die Hotelküche
bereits einen ersten Eindruck von ihrem Können vermittelte und bei der
Präsentation der Speisen ihre Liebe zum Detail zeigte. Frisch gestärkt wurden
zum ersten Mal die Zithern ausgepackt und gespielt. Drei Teilnehmende waren
Anfänger und lauschten den Melodien, die zwar noch nicht konzertreif
interpretiert wurden aber bereits sehr schön klangen. Lorenz Mühlemann
versprach, dass alle Anwesenden Ende Woche zusammen spielen könnten; nicht alle
waren jedoch von seinen Worten überzeugt, wie dies einzelne Gesichtsausdrücke
verrieten. Nach den letzten Klängen ging ein erster erlebnisreicher Tag auf der
Alp Gitschenen zu Ende. Der folgende Morgen war trüb und kalt, ideales Wetter um
sich drinnen der Theorie des Zitherspielens zu widmen. Zuerst wurden einige
Stücke gemeinsam gespielt, dann folgten Übungen in drei kleineren Gruppen. Mit
einer geschickten Aufteilung der Lektionen verflog die Zeit im Nu und schon
konnten wir uns wieder an den gedeckten Mittags-Tisch setzen. Das Dessert wurde
erst gegen 16 Uhr serviert, kurz bevor es wieder mit den Gruppenlektionen weiter
ging. Schade war nur, dass wir die „Zimmerstunde“ nicht zum Wandern nutzen
konnten, denn der Wettergott war uns nicht gut gesinnt und dies galt, wie sich
Ende Woche herausstellt, bis zur Abreise. Es war immer kalt, neblig und
regnerisch. So konnten wir in den folgenden Tagen umso mehr vom unfangreichen
Wissen und Können von Lorenz profitieren und uns in die Geheimnisse des
Zitherspieles einführen lassen. Wir alle fühlten uns wohl in dieser
Berg-Atmosphäre und lernten enorm viel rund um das Musikinstrument. Bereits am
Donnerstag konnten wir alle zusammen spielen und freuten uns mit den drei
„Neulingen“ über ihre Fortschritte, ist doch das Zitherspiel in der Gruppe für
alle immer wieder ein wunderbares Erlebnis. Am Mittwochabend stellte uns Lorenz
die Violinzither vor und entlockte ihr berührende Melodien. Am Donnerstagabend
gab uns ein Teilnehmender eine Kostprobe seines Können als Sänger und Gitarrist;
seine Lieder: eine Mischung aus Erinnerungen an seine Kindheit in Österreich,
seine Liebe zu Stücken von Bertold Brecht und zu verschiedenen Volksweisen. Am
Freitagmorgen konnten wir das Gelernte nochmals beim gemeinsamen Musizieren
unter Beweis stellen. Nun waren sich alle einig, dass es möglich ist, in vier
Tagen mit viel Einsatz und unter kundiger Leitung eine sehr gute Basis zum
Zitherspielen zu legen. Frau Herger, die zusammen mit ihrem Gatten das Gasthaus
Gitschenen seit 15 Jahren führt, hat uns anlässlich des Apéro viel Interessantes
über die Alp und ihre Bewohner erzählt. Und so setzen wir uns dann zum letzten
Mal in der gemütlichen Gaststube zu Tisch und genossen das Essen. Mit vielen
Notenblättern in der Tasche und einer Menge neuer Eindrücke ging es nach dem
Abschiednehmen wieder mit der Luftseilbahn zurück ins Tal. Und im Nu wurden wir
wieder vom Alltag eingeholt.
Der nächste Kurs findet wieder im Berghaus Gitschenen vom 10. – 14. Juli 2006
statt.
V. E., Kehrsatz
Schwyzerörgeli Ferienplausch
de Örgelikurs isch bald verbi
de Roger isch am Filme gsi
mir Teilnehmer sind überglückli
am begleite vo däne Stückli
in Es-Dur, B, As oder Des
bi Ges chömed mir aber scho chli in Stress
z’ Gitschene sind scho di meischte gsi
di Schribendi isch z’ erscht mal derbi
s’ Isenthal hani überhaupt nid kennt
de Stini het dänn chli drüber verzellt
au dr Oswald het vil gwüsst z’ brichte
vo früener, über d’ Schuel, di luschtigschte Gschichte
am Mittwoch hämmer än Usflug gmacht
z’ Abig inere Witzrundi vil glacht
z’Altdorf, nach äme Spaziergang is Nussbäumli
hät sich erfüllt für öis so mängs Träumli
bim z’ Vieri, äme feine Stück Chueche
hammer dänn d’ Chnöpf wider müesse go sueche
zum Glück sind d’ Kursleiter bi nis gsi
ihres Konzertli isch wunderschön gsi
d’ Beatrice hät gstrahlt und glüüchtet
das wär’s doch, was mir alli brüchtet
vorher hammer dörfe is Lehratelier luege
da isch d’ Alpe- und anderi Mode na i de Fuege
cheibe luschtig isch d’ Stubete gsi
d’ Leiter händ kriegt zwee Cognac-Wy
schad händ’s dä nid vorher übercho
villicht hät’s de Maya s’ Zahweh gno
überrascht hät öis dänn na dä Franz
für sis Örgelispiel ghörti ihm än Lobeerchranz
also dä Örgelikurs isch lässig gi
leider isch er scho verbi
öise Dank ghört beide Leiter
Markus und Reto – nämed’s heiter !
mit de Beatrice, äm Franz, äm ganze Personal
hämm mir da troffe ä ganz gueti Wahl
es blibt öis jetz nur na DANKE z’ säge
bliibed alli gsund, zfride und na lang am Läbe !
M. T.
Aus dem Allgäu zum Kurs Schmuck aus Haaren
Im Fernsehen hab ich den Tipp bekommen
will man „Schmuck aus Haaren machen,
muss man nach Gitschenen kommen.“
Per Internet hab ich mich schlau gemacht
und meine Anmeldung auf den Weg gebracht.
Ein Routenplaner hat mir den Weg gezeigt
bis zur Abzweigung, wo es Isental heisst.
Die Strasse wurde auf einmal ganz klein
Und ich dachte, da passen noch niemals zwei Auto rein.
Nach jeder kurve wurde mir bang
und ich dacht: Wenn jetzt einer kommt, was mache ich dann.
Nach etlichen Kilometern immer grad aus
hörte dann plötzlich die Strasse auf.
Mit der Berggondel soll’s jetzt gehen in luftige Höh’
mir wird’s schon ganz mulmig, wenn ich das nur seh’.
Ich parke mein Auto, lauf um die Eck’
und gerade da schwebt die Gondel weg.
Nun steh’ ich da und weiss nicht mehr weiter
meine Laune ist alles, nur nicht mehr heiter.
Die Bahn kommt zurück, welch eine Freud’
und so klappt die Bergfahrt auch doch noch heut.
Nachdem ich oben angekommen
wurd ich ganz lieb in Empfang genommen.
Viele kennen sich schon sehr gut aus
und fühlen sich in Gitschenen fast wie zu Haus.
Die Fränzi hat sich enorm spezialisiert
und erklärt, was in den nächsten Tagen so alles passiert.
Beim Haare zählen genau 30 Stück
bekommt man einen groben Überblick.
Es wird noch recht viel Zeit vergehn
bis man von einem Ergebnis bekommt etwas zu sehn.
Jetzt geht’s ans Muster und man ist fasziniert
bis dann der erste Fehler passiert.
Fränzi mit viel Geduld und Gelassenheit, baut einen auf
und ist immer zum Helfen bereit.
Ich bewundere all die schönen Sachen
die diese Künstlerinnen machen.
Am Morgen sprach ich mit einem Mann
schaute mir die wunderschöne Umgebung an.
Ich meinte es sei grad’ wie am Ende der Welt
nicht zu bezahlen mit Gut oder Geld.
„Nein“ sagt er: „Das Ende der Welt liegt 3 Täler weiter“!
Er meinte es ernst, aber ich meinte es heiter.
PS: Es gibt wirklich ein Gebiet, das so heisst.
Ein grosses Lob auch dem guten Essen
mit „Liebe“ gekocht und mit „Freude“ gegessen
Schon der Anblick der Garnitur
ist für das Auge Freude pur.
Nun wünsch ich der Fränzi noch ein langes Leben
damit sie uns noch viele Tipps kann geben.
Die Eindrücke bleiben für mich noch lange besteh’n
und ich freu mich schon auf ein Wiederseh’n.
Mein besonderer Dank gilt Fränzi, die durch ihre enorme Geduld und liebenswerte
Art sehr viel zum Gelingen des Kurses beigetragen hat.
R. Z., Allgäu
Patchwork Stricken Kurs - Wer Glück hat - war in Gitschenen
Seit vielen Jahren komm' ich her
und es fehlt mir immer mehr
wenn die Abstände lang sind -
dann muss ich's ändern; ganz geschwind!
Es zieht mich hinauf in die heile Welt –
schnell das neue Kursprogramm bestellt!
Schon nach ein paar Tagen ist die Batterie wieder voll
So einfach geht’s hier und das find ich toll!
Ich lernte Sticken, Filzen, Patchworkstricken und Schmuck kreieren,
es gab auch viel über Bäume, Farben und Essenzen zu studieren;
im Kreis von begeisterten Menschen umgeben -
kann man so unheimlich viel Gutes erleben.
Doch dass das alles so einmalig ist
verdanke ich dir Beatrice - weil du da bist.
Auch verwöhnst du alle mit kulinarischen Leckerbissen -
und das einmalige Flair möchte ich nicht mehr vermissen.
Auch Silvester in Gitschenen muss man erleben,
wieder hast du mit deiner Crew das Beste gegeben!
Im erlesenen Kreis den Jahreswechsel in der Kapelle geniessen
Was gibt es Schöneres als ein Jahr so abzuschliessen!
Schon so spät - o je, nur noch den Schluss -
weil ich den Zug nach Gitschenen nehmen muss!!
Ich melde mich wieder in einem Jahr
und berichte was wieder so wunderbar war!
H. E., Zürich
Last Update:
22.11.2009
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